Von Lothar Herzog Eine weitere Hürde im Streben nach dem Oberliga-Titel kann der KSV Hofstetten am morgigen Samstag aus dem Weg räumen. Für den Gegner KSV Appenweier ist es zugleich die allerletzte Chance, selbst in diesen Kampf noch eingreifen zu können. Der Spitzenkampf findet in der Gemeindehalle Hofstetten statt, Beginn ist um 20 Uhr.

Grund zur Sorge besteht gegen die Ortenauer eigentlich nicht. Schon im Hinrunden-Kampf ließ sich die Allgaier-Krämer-Zehn von den Offenburger Vorort-Ringern beim 22:15-Sieg nicht überraschen. Gleichwohl haben die Gäste gerade dort die besten Athleten, wo nicht unbedingt die Stärken des KSV Hofstetten liegen: bis 96 kg Dominik Berger, bis 120 kg Leo Kempf. Dazu haben sie Mohammed Nemr bis 55 kg und Igor Gruneschow bis 66 kg.

Für die Gastgeber-Akteure Markus J. Neumaier, Axel Neumaier und Florian Wölfle wird da nicht sonderlich viel zu holen sein. Das heißt aber auch, wenn von den anderen sieben Hofstettern zwei patzen, wird’s eng.

Darüber zerbricht sich das Trainergespann Mario Allgaier und Hermann Krämer nicht den Kopf. Die verschworene Truppe kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen, wie das bisherige Dutzend an Siegen beweist. Außerdem haben die Lokalmatadoren noch einen entscheidenden Vorteil: das euphorische Publikum als elften Mann. Und im Kinzigtal-Ortenau-Derby dürften es noch ein paar Zuschauer mehr sein als sonst.

Während also die Oberliga-Ringer derzeit auf einer Welle der Begeisterung schwimmen und schon mal den Meistersekt einkaufen können, gehen die Lichter für die Verbandsligamannschaft langsam aus. Zum rettenden siebten Tabellenplatz fehlen bereits sieben Punkte. Die sind in den verbleibenden sechs Kämpfen kaum noch zu holen. Vor allem nicht gegen die WKG Weitenau-Wieslet II, die noch alle Chancen auf die Meisterschaft hat. Der Vorkampf gegen die Wiesentaler beginnt um 18 Uhr.