Von Steffi Stocker

Neuweiler. Während die schwäbisch-alemannische Fasnet voll im Gang ist, trüben Gerüchte um die Schnaigees Gugga den närrischen Frohsinn in Neuweiler. Die Musikgruppe bleibt jedoch aktiv, verzichtet in diesem Jahr allerdings auf eigene Veranstaltungen.Das wirkt sich auch so aus, dass Bürgermeister Martin Buchwald in diesem Jahr nicht geadelt wird und auch im Amt bleibt. Die schon traditionelle Hallenfasnet "Hexa ond Gugga im Flegga" macht allerdings eine Pause. "Die personelle Decke ist derzeit zu dünn, um solch eine Veranstaltung zu stemmen", erklärt der zweite Vorsitzende Klaus Großmann. Er leitet den Verein kommissarisch, da sich der Oberganter Peter King zurückgezogen hat.

"Ich wollte mit 60 Jahren sowieso aufhören, es brennt einfach kein Feuer mehr", so King zu diesem Schritt. Besonders deutlich spürte er dies beim Festumzug der Feuerwehr in Enzklösterle im vergangenen Jahr. Deshalb hat er vor etwa sechs Monaten sein Amt auch niedergelegt: "Es gab zu diesem Zeitpunkt keine offenen Baustellen."

Während er nach einer Zeit des Abstands heute einräumt, dass ihm die Musik auch irgendwie fehle, hat Angela Jansen die Aufgabe des Tambour-Majors übernommen. Mit ihrem Dirigat sind die Schnaigees Gugga deshalb bei Umzügen und Hallenveranstaltungen auch in dieser Saison zu sehen und zu hören, so in Haiterbach, Vollmaringen, Calw oder Schömberg.

Längst ist die Gruppe aus dem Oberen Wald im Kreis Calw etabliert, nicht zuletzt dank des Engagements von King. Unter dem uralten Necknamen für den Ort, "Schnaigees", rief er 1996 die Guggen-Formation ins Leben. Teilnahmen an Umzügen, auch im eigenen Ort, sowie zahlreiche Auftritte ließen die Gugge stetig wachsen. Und die Entwicklung einer eigenen Hallenveranstaltung zog vor rund sechseinhalb Jahren die Vereinsgründung nach sich. "Aus den Musikbegeisterten ist eine vielbeachtete Gugge geworden", so King. Er wünscht den Schnaigees auch weiter viel Erfolg.