Von Steffi Stocker

Neubulach. Eine neue Art von Trubel erfährt das Domizil des Ortsverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) seit rund zwei Wochen. Das Vereinsheim auf der Strazel dient täglich etwa 50 Schülern aus der benachbarten Gemeinschaftsschule als Mensa.Da der Bedarf für Mittagessen mit der Einführung der neuen Schulart gestiegen ist, sprang der DRK-Ortsverein mit seinen Räumlichkeiten in die Bresche. "Der Kursaal in der Festhalle war einfach zu klein geworden, und es sollte eine nahe gelegene Lösung gefunden werden", erläutert Bürgermeister Walter Beuerle seine Idee.

Auf offene Ohren stieß er beim neuen Gastgeber. "Unser Vorstand hatte sich schnell mit dieser Idee angefreundet", so der DRK-Vorsitzende Jörg Pfrommer zu der raschen Bereitstellung. Der Schulungsraum und die angrenzende Küche sind funktionell ausgestattet, es bedurfte also keiner Umstrukturierung.

Außerdem verfügt das DRK-Haus über einen barrierefreien Zugang. "Deshalb kam beispielsweise die alternative Möglichkeit im Foyer der Sporthalle nicht in Frage", ergänzt Beuerle. Im Zuge der Inklusion, also Integration von Schülern mit Behinderung, sollen auch Rollstuhlfahrer das Essensangebot nutzen können. Mit der Außenklasse der Karl-Georg-Haldenwangschule in Sommenhardt begann vor sieben Jahren der Mittagstisch.

"Das war Voraussetzung für diese Kooperation und wurde vor vier Jahren ausgedehnt", verweist Bernd Schinko auf die damalige Einführung der Werkrealschule. Der Schulleiter berichtete zudem von der elementaren Nachfrage zum Mittagessen seitens der Interessenten für die Gemeinschaftsschule. Im Zuge deren Einführung war der Zuspruch für das Angebot um das Dreifache angestiegen.

"Es wird von Schülern aus allen Klassenstufen genutzt und ist ein Baustein für den Lebensort Schule", so Schinko. Er betont die Bedeutung des Zusammenspiels mit einem örtlichen Gastronomen. Im jetzt dritten Schuljahr liefert Stephan Kapp das Essen. "Schnitzel und jegliche Art von Nudelgerichten sind der Renner", sagte der Küchenchef der Krone in Altbulach, der auch die örtlichen Kindergärten bedient.

In Kapps Urlaubszeit deckt Wolfgang Seeger die Versorgung ab. Und diese zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus, da Eltern bis 9 Uhr am Vormittag eine Teilnahme ihrer Kinder an- oder abmelden können. "Auf dieser Basis lässt sich der Prozess weiter entwickeln. Die dabei gewonnenen Eckdaten könnten in einen mittelfristigen Bau einer Mensa einfließen", beobachtet Schinko das Geschehen mit großem Interesse.