Nagold Ein Lichtblick für die Jakobuskirche

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Die Verantwortlichen präsentierten die Pläne zur intensiven Renovierung der Jakobuskirche in Iselshausen. Foto: Cools Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Jasmin Cools

"Es werde Licht", heißt es in der Bibel. Jetzt nimmt die Evangelische Kirchengemeinde in Iselshausen dieses Projekt in Angriff. Im Mai wird die mehr als 250 Jahre alte Jakobuskirche zur Baustelle: Neue Beleuchtung und ein modernes Deckenheizsystem sollen her.

Nagold-Iselshausen. Die ersten Bauberatungen begannen bereits 2012, vergangenen Winter gab es dann grünes Licht vom Oberkirchenrat: die Iselshäuser Jakobuskirche wird renoviert. Ausgangspunkt der Überlegungen war die aus den 60er-Jahren stammende Elektroheizung unter den Kirchenbänken. "Sie dient noch, aber sie ist nicht mehr betriebssicher", meint der Pfarrer Michael Graser. Relativ schnell kam man zu dem Ergebnis, dass eine Beheizung über Fernwärme aus dem Gemeindehaus am sinnvollsten sei, erzählt Kirchenbezirksrechnerin Eva Ruoß.

So wird künftig nicht nur der göttliche Segen von oben kommen, sondern auch Wärme. Geplant ist eine Deckenstrahlheizung, die über eine Wärmeleitung mit dem Kessel im Gemeindehaus verbunden sein soll. "Das gibt es sonst in keiner Kirche in Württemberg. Damit werden wir eine der modernsten Anlagen der Region haben, die nachhaltig Wärme dosiert und zielgerichtet in den Kirchenraum abgibt", erklärt Dekan Ralf Albrecht stolz.

Der Oberkirchenrat habe die Deckenstrahlheizung zunächst nicht befürwortet, doch bei der Alternative eines dezentralen Wärmeaustauschers hätte man in den Boden eingreifen müssen. Ein Restaurator stellte fest, dass weder die Decke denkmalgeschützt sei, noch statische Gefahren drohten. Deshalb gab es letztlich doch das Okay vom Oberkirchenrat.

Seit Dezember laufen die Ausschreibungen. Die Planungsgruppe Schnepf, mit der das Konzept erarbeitet wurde, habe sogar eine so genannte Behaglichkeitsstudie durchgeführt, erzählt Graser. "Das passt doch wunderbar zur Kirche. Die soll schließlich genau das ausdrücken", zeigt sich Albrecht begeistert.

Im Juli soll die Arbeit abgeschlossen sein

Das Wohlfühlen steht auch bei der Beleuchtung des Kirchenraums im Vordergrund. Von den Umbauten erhoffe man sich sowohl eine größere Lichtausbeute als auch ästhetischere Leuchtkörper, erzählt Graser. Ein weiterer Renovierungsposten ist die Lautsprecheranlage der Kirche mit neuen Funkmikrofonen. Auch wird über einen Beamer und eine Übertragungsmöglichkeit des Gottesdienstes ins Gemeindehaus nachgedacht.

Am 2. Mai fällt dann der Startschuss für die Umbauarbeiten. Die Gottesdienste werden in dieser Zeit im Gemeindehaus abgehalten. Am 8. oder 9. Juli soll alles fertig sein. Zuvor findet am 30. April ein ehrenamtlicher Einsatz statt, bei dem die oberen Bänke ausgebaut werden. Außerdem müsse die Mauer zum alten Friedhof saniert werden, erzählt Kirchengemeinderat Gerhard Gauger. Dies sei in den Kosten bereits enthalten. Im Zuge der Sanierung denke man auch darüber nach, was man in Zukunft mit dem Gelände tun könne, versichert Albrecht.

Für alle Maßnahmen ist ein Rahmen von 250 000 Euro vorgesehen. 100 000 Euro habe es als Zuschüsse von der Landeskirche und dem Kirchenbezirk gegeben, aus Spenden und Rücklagen erhalte man 110 000 Euro, zählt Ruoß auf. Fehlen noch rund 40 000 Euro.

Diese sollen durch diverse Aktionen und Spenden zusammen kommen, so die stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats Ulrike Schmelzle. "Die Kirche bindet den Ortskern. Deswegen wollen wir auch die Vereine verstärkt ins Boot holen", ergänzt Kirchengemeinderätin Ulrike Stollsteimer.

In der Renovierung der Kirche sieht Dekan Ralf Albrecht ein starkes Zeichen: "Wir stärken eine Dorfkirche vor Ort und sichern den Standort. Heimat braucht Orte – und zwar gute und moderne Orte."

 Sonntag, 28. Februar: Gemeindeessen nach dem Gottesdienst

 Sonntag, 6. März: Gemeindeessen als Abschluss der Bibelwoche

 Sonntag, 13. März: Begegnung bei Kaffee und Kuchen nach der Wahl

 Samstag, 19. März, ab 19 Uhr: Harfenkonzert mit Agnes Märker

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