Loßburg Neubau für Feuerwehr erhitzt Gemüter

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Von Gabriele Adrian

Eine kontroverse Diskussion gab es im Loßburger Gemeinderat über den Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Betzweiler.

Loßburg. Der geplante Neubau Im Gelben Grund in Betzweiler erregte die Gemüter einiger Ratsmitglieder. Bürgermeister Christoph Enderle erinnerte daran, dass der Gemeinderat im November des vergangenen Jahres beschlossen hatte, einen Architektenwettbewerb in Form einer Mehrfachbeauftragung auszuschreiben. Vier Architekturbüros hatten ihre Unterlagen eingereicht. Eine Bewertungskommission, bestehend aus Bürgermeister, Ortsvorsteher, Feuerwehrleuten und Mitgliedern des Ältestenrats, hatte im Januar die Entwürfe vor Ort begutachtet und bewertet und war zu dem Ergebnis gekommen, das Architekturbüro Arge Feuchter, Alpirsbach/Loßburg, zu favorisieren. Bis zum 15. Februar müsse die Entscheidung fallen, um noch rechtzeitig Zuschussanträge beim Regierungspräsidium Karlsruhe einzureichen, sagte Enderle. Bei der Beschlussvorlage handle es sich noch um keinen Baubeschluss, nur die Planungs- und Realisierungsreife solle untermauert werden. Über die anfallenden Kosten lägen noch keine Berechnungen vor. Die Verwaltung gehe nicht davon aus, dass im Antragsjahr bereits eine Bewilligung erfolgen werde, man rechne mit dem Folgejahr. So bleibe genügend Zeit, die Planungen zu verfeinern und Optimierungen in Angriff zu nehmen. CDU-Gemeinderat Bernd Armbruster bemängelte: "Meiner Meinung nach ist der geplante Bau eine Nummer zu groß", und eröffnete damit eine kontroverse Debatte. Manfred Hauser (FWV) wies darauf hin, dass die derzeitige Situation der Feuerwehr in Loßburg zwar sehr beengt sei, sah aber "keine Bevorzugung" gegenüber Loßburg. Ein Neubau müsse "Hand und Fuß" haben, so Hauser, der auch betonte, dass alles mit der Loßburger Feuerwehr besprochen worden sei. Das Ganze sei ein reines "Prestigeobjekt", meinte hingegen Armbruster. Letztlich stimmten die Räte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu, die Vergabe der Architektenleistung zur Erarbeitung der Bauunterlagen bis zur Baugenehmigung dem Büro Feuchter zu übertragen. Nur Bernd Armbruster stimmte dagegen.

Flächennutzungsplan geändert

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand eine Flächennutzungsplanänderung im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens für den Neubau des Feuerwehrhauses in Betzweiler-Wälde am südöstlichen Siedlungsrand von Betzweiler an der Straße Im Neuen Grund. Im Flächennutzungsplan 2023 ist derzeit ein Schuppengebiet dargestellt. Nun wird dort eine Fläche für Gemeinbedarf ausgewiesen, um den Neubau des Feuerwehrhauses zu ermöglichen.

In Lombach wurden die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Steinge-Häcklen II öffentlich ausgeschrieben. Vorgesehen ist die Erschließung von insgesamt zehn Bauplätzen, erläuterte Bauamtsleiter Erich Günter. Die neue Straße wird als Stichstraße mit Wendeplatte gebaut. Die Ausschreibung war im Dezember vergangenen Jahres erfolgt, die Vergabe der Straßen- und Tiefbauarbeiten zum Angebotspreis von 342 695 Euro erfolgte an den günstigsten Bieter, die Firma Rath aus Pfalzgrafenweiler. Auch diesem Verwaltungsbeschlussvorschlag folgten die Räte einstimmig.

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