Löffingen Inklusion wird täglich gelebt

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Der Löffinger Inklusionschor, den Annette Scherzinger leitet, ist das Vorzeigebeispiel einer gelebten Inklusion. Schon mehrfach sind die Männer und Frauen, Menschen mit und ohne Handicap, in einem Konzert aufgetreten. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder-Bote

Inklusion heißt Zugehörigkeit und steht im Gegenteil zur Ausgrenzung. Dies gilt für Menschen mit oder ohne Behinderung. Die Stadt Löffingen steht für ein gutes Zusammenleben alle Menschen.

Löffingen. Mit der Inklusionsbeauftragten Annette Scherzinger versucht man im Baarstädtchen eine gelebte Inklusion. Das zweite nachahmenswerte Beispiel ist der Inklusionschor, ebenfalls von Anette Scherzinger ins Leben gerufen.

"Wir Alle! Mit uns inklusiv" warb die Stadt beim Tag des Sports. "Menschen mit und ohne Beeinträchtigung wollen mitmachen und dazugehören", erklärt die Musiktherapeutin Annette Scherzinger. Doch was sich so einfach anhört, sei noch lange nicht Realität. Oft sind es nicht die Hindernisse wie Treppen oder hohe Bordsteine. "Die Barrieren sind in den Köpfen, angefangen von Unsicherheit bis Vorurteilen. Mit all diesen Hindernissen haben Blinde, Gehörlose, Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen nach wie vor zu kämpfen", sagt Scherzinger.

Die Stadt hat seit vergangenem Jahr mit Annette Scher­zinger eine Inklusionsvermittlerin in ihren Reihen. Den Inklusionschor hat sie vor drei Jahren ins Leben gerufen. Als Musiktherapeutin und Mitarbeiterin im Haus Lebensheimat ist ihr die positive Wirkungsweise von Singen bewusst. "Durch längeres Singen schüttet der Körper regelrecht einen Glückscocktail aus Hormonen und Botenstoffen aus. Diese wirken unter anderem antidepressiv sowie stressregulierend", so Scherzinger. Doch nicht nur dieser gesundheitliche Aspekt sei hier hervorzuheben, sondern die netten Begegnungen. Jeder könne von jedem lernen – so seien oft Menschen mit Handicap offen und würden, ohne lange zu überlegen, einfach drauflos singen.

Lieder für den Inklusionschor zu finden sei nicht ganz einfach, es dürften keine Kinderlieder sein, allerdings nicht zu schwierig, dafür umso ohrgefälliger, unterstreicht die Expertin. So singt der Chor meist Vierzeiler, die sich dann durch Rhythmusinstrumente oder verschiedene Tempi zu einem Lied erweiterten.

Löffingen (gb). Einen besonderen Gast konnten die Dritt- und Viertklässler in der Grundschule begrüßen: Etwas größer als gewohnt und in blauer Uniform erschien Billy, das Polizeikänguru, in der Schule. Sein Besuch v basiert auf einem gemeinsamen Vorbeugungsprogramm der Polizeidirektion und Stadt Freiburg im Rahmen der kommunalen Kriminalprävention.

Während die Drittklässler eher auf die allgemeineren Gefahrensituationen hingewiesen werden, ist das Hausaufgabenheft der Viertklässler wesentlich komplexer, und auch die zahlreichen Tipps sind durch höhere Anforderungen geprägt.

In den beiden Heften führt Billy die Kinder durch das Schuljahr. Dabei gibt das Polizeikänguru viele Tipps für die Alltagssituationen und soll die Grundschulkinder stark machen, in schwierigen Situationen Nein sagen zu können. Die Themen sollen die Schüler davor bewahren, Opfer oder auch Täter von Straftaten zu werden.

Dazu gehören Erklärungen, wie sich das mit dem toten Winkel im Verkehr verhält, wie wichtig die Reflektoren am Schulranzen sind, wie man sich gegenüber Fremden verhält oder die Gewalt in den Griff bekommt.

Löffingen-Unadingen (os). Ursula Hasenfratz, geborene Münzer, feiert heute ihren 70. Geburtstag. Zusammen mit einer Schwester wuchs sie in Hüfingen auf. Nach dem Besuch der Volksschule war Ursula Hasenfratz zunächst fünf Jahre in einer Metzgerei in Bräunlingen beschäftigt, danach 33 Jahre bei der Firma Ricosta in Donaueschingen.

1965 heiratete sie Kurt Hasenfratz, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, ein Sohn verstarb bereits vor 16 Jahren. Rund zehn Jahre war Ursula Hasenfratz im VdK-Ortsverband Löffingen tätig, davon einige Jahre im Vorstand und seit zwei Jahren als Vorsitzende. Ihr Hobby teilt sie mit ihrem Ehemann. Drei Jahrzehnte bereicherte sie in der Hanselgruppe die Unadinger Fastnacht, davon viele Jahre Leiterin der Gruppe. Dazu kommt Gartenarbeit und Sockenstricken, letzteres für das Heim Fischerhof in Hammereisenbach. Geburtstag feiert sie im Familienkreis, auch fünf Enkel und vier Urenkel können gratulieren.

Löffingen (gb). Volkslieder gemeinsam singen bringt nicht nur Spaß, Freude und Gemeinschaft, sondern dient auch der Erhaltung der Kultur. Zu diesem besonderen Vergnügen laden die drei Initiatoren Dieter Vierlinger, Arno Gärtner und Karlheinz Rontke am kommenden Dienstag, 27. September, um 19 Uhr ins Dorfcafé nach Seppenhofen ein.

Blickt man ins Ausland, erkennt man schnell, Deutschland hinkt mit dem Volksliedersingen ordentlich hinterher. Doch diesem Manko möchten die drei Initiatoren entgegenwirken. Dieter Vierlinger ist weit über die Baarstädtchen-Grenze hinaus als Musiker und Sänger bekannt. Ob bei den Öschfuzzis, der Trachtengruppe oder auch alleine, frönt er der Singkultur. Auch Arno Gärtner, der ehemalige Lehrer der Realschule, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, liebt das Singen und auch Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke kennt das Liedersingen nicht nur als Vorsitzender des Schwarzwaldvereins.

1773 prägte Johann Gottfried Herde den Begriff des Volkslieds. Ein Lied, das die gemeinsame Sprache, Kultur und Tradition kennzeichnet. Dabei weisen Text und Musik regionale Eigenheiten auf, kann man heute in den einschlägigen Büchern nachlesen. "Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal" oder "Oh Schwarzwald, oh Heimat" – sind typische Schwarzwälder Lieder. "Schwarzwaldmarie" ist ein Lied, das durch die Leffel Buebe oder die Dorfrocker eine nie geglaubte Renaissance erlebt.

Rege Beteiligung erwartet

Das Volksliedersingen soll aber mehr sein als das Singen von altbekannten Liedern. Es soll verbinden, Freude und Spaß machen und auch das Kulturgut erhalten. Für das offene Liedersingen haben die Verantwortlichen 30 Liederbüchle mit dabei, "wer den Text nicht mehr so genau kennt", lacht Arno Gärtner. "Falls mehr kommen, können wir auch noch mehr Liederbüchle besorgen", ergänzt Dieter Vierlinger, der mit seiner Gitarre und Achim Schropp mit der Ziehharmonika die Sänger begleiten wird.

Schon mehrmals hätte er die Anfrage nach einem Volksliedersingen bekommen, erklärt Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke, vor allem nachdem im Gasthaus Adler in Döggingen das Volksliedersingen aufgrund der Schließung zum Erliegen kam. Deshalb hoffen die Verantwortlichen auf eine rege Beteiligung, wenn am Dienstag das erste Löffinger Volksliedersingen steigt. Bereits ab 18 Uhr ist Treffpunkt, ab 19 Uhr wird dann bis 21 Uhr gemeinsam gesungen.

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