Von Klaus Stopper

Jungingen. Für ihr Wasser müssen die Junginger im kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Der Gemeinderat hat am Donnerstag die Anhebung der Bezugs- und der Entsorgungskosten beschlossen. Eine Ausnahme bildet das Niederschlagswasser.

Seit Januar 2011 kostet der Kubikmeter Wasser zwei Euro, ab 2012 sind nun 2,15 Euro zu bezahlen. Beim Abwasser werden derzeit noch 3,12 Euro kassiert, für Niederschlagswasser sind es 31 Cent. Für das Abwasser steigt der Preis auf 3,20 Euro, für das Niederschlagswasser wird er auf 27 Cent pro Kubikmeter abgesenkt.

Auf all diese Entwicklungen habe die Gemeinde wenig Einfluss, sagte Kämmerer Michael Henne. Klares Ziel sei es, die anfallenden Kosten für Wasserbezug und -entsorgung über die Gebühren abzudecken. Deshalb nutzt es den Jungingern auch wenig, dass sie in den vergangenen Jahren immer weniger Wasser verbraucht haben. So hatte die Gemeinde für das Jahr 2011 mit 75 000 Kubikmetern kalkuliert, tatsächlich wurden dann aber nur 70 448 Kubikmeter verbraucht.

Da aber die Kosten für das Wasserversorgungsnetz nicht sinken, wenn weniger Wasser verbraucht wird, muss der Preis pro Liter steigen, wenn kein Defizit anfallen soll.

Wie es denn zu solchen Schwankungen im Wasserverbrauch kommen könne, wollte Gemeinderat Gustolf Kohler wissen. Da spiele das Wetter eine Rolle, erklärte Henne. Mit dem Freibad sei die Gemeinde selbst ein "großer Abnehmer". In einem verregneten Sommer muss das Wasser im Becken seltener ausgetauscht werden. Ein Lichtblick ist die Preisentwicklung für die Einleitung von Regenwasser. Dafür wird seit der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr eine eigene Rechnung gestellt. "Dabei mussten wir zunächst von Schätzungen ausgehen", so Henne. Mittlerweile gebe es klarere Daten. Es habe sich herausgestellt, dass der Kubikmeterpreis mit 31 Cent zu hoch angesetzt worden sei. Man gehe nun von 27 Cent als gerechtem Preis aus.

Die Gemeinderäte akzeptierten die neuen Gebühren einstimmig.