Hechingen. 70 Jugendliche aus der Seelsorgeeinheit St. Luzius empfingen am Samstag das Sakrament der Firmung. Firmspender war Regionaldekan Joachim Burkhard, der zusammen mit Stadtpfarrer Benedikt Ritzler und Kaplan Hannes Rümmele den Firmgottesdienst zelebrierte.

Umrahmt wurde die Feier, bei der die Stiftskirche bis auf den sprichwörtlichen letzten Platz gefüllt war, vom Jugendchor unter der Leitung von Mario Peters. Auf der Querflöte spielten Anne-Sophie Heneka und Alexandra Peters.

Seit September bereiteten sich die jungen Leute auf zwei verschiedenen Wegen auf ihre Firmung vor. Eine Gruppe beschäftigte sich an zwei Wochenenden mit Glaubensfragen, eine andere besuchte in den Herbstferien für eine Woche Taizé. Zu Beginn des Gottesdienstes hieß Tobias Schuler den Regionaldekan willkommen. In seiner anschaulichen und mitreißenden Predigt nahm der Firmspender Bezug auf das Evangelium, worin Jesus einen jungen Mann zum Leben erweckte. Wenn Jesus dem jungen Mann befehle aufzustehen, so drücke sich darin ein "göttlicher Befehl zum Leben" aus. Dieser sei eine Aufforderung dazu, eigenständig zu denken und zu handeln, sich hinzustellen und den eigenen Standpunkt zu vertreten. Gottes Geist könne etwas zum Leben erwecken, was vorher in einem Menschen abgestorben sei. Dabei "stehen Menschen auf und ahnen was sie sind". Sehr einprägsam erklärte der Prediger seinen jungen Zuhörern, weshalb sie bei der Firmung gesalbt und berührt würden: Dadurch "geschieht an euch etwas, damit in euch und durch euch etwas geschieht".

Nach seiner Predigt spendete der Regionaldekan das Firmsakrament, indem er den Jugendlichen die Hand auflegte und die Stirn mit Chrisamöl salbte. An jeden Firmanden richtete Joachim Burkhard einige persönliche Worte. Danach trugen Firmlinge Fürbitten vor, in denen sie um die Gaben des Heiligen Geistes baten.

Am Ende dankte Stadtpfarrer Ritzler allen Mitwirkenden: Dem Firmspender für die ermutigende Predigt, Gemeindereferentin Melanie Walz und Kaplan Hannes Rümmele für den neuen Firmweg, sowie dem Chor und den Solisten für ihren musikalischen Beitrag. Bei einem Stehempfang im Gemeindehaus bestand die Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen.