Haigerloch. (tk) Viel Arbeit macht die Überprüfung des Haigerlocher Trinkwassernetzes. Dies offenbarte der Zwischenbericht, den das damit beauftragte Büro Dreher und Stetter am Dienstag im Gemeinderat abgab.

Auslöser für die Überprüfung des 120 Kilometer langen Netzes mit zwölf Versorgungszonen waren in der Vergangenheit immer wieder Engpässe bei der Löschwasserversorgung und geringe Wasserdrücke. Außerdem werden auch in Zukunft Bau- und Gewerbegebiete erschlossen und ans Trinkwassernetz angehängt; deshalb braucht die Stadtverwaltung verlässliches Zahlenmaterial.

Bislang hat das Büro aus allen vorhandenen Daten ein theoretisches Modell erarbeitet. Über im Oktober erfolgte mehrtägige Messungen im Netz hat das Büro versucht, die theoretischen Daten mit der Realität abzugleichen.

Und dabei ist es auf Differenzen gestoßen: In keiner der zwölf Zonen, so der Bericht des Büros, stimmten Rechenmodell und Realität überein. Die Gründe dafür sind vielfältig: Teilweise sind die Rohre durch Inkrustationen bis zu 30 Prozent zugewachsen. Wahrscheinlich sind in mehreren Netzen Schieber geschlossen.

Nun muss das Büro offene Fragen mit Ortsbegehungen klären. Und zwar an 14 Stellen im Versorgungsgebiet. Erst danach kann die Überprüfung abgeschlossen werden und ein Ausbaukonzept für die Wasserversorgung in Haigerloch erstellt werden. Dieses Konzept soll bis Ende März, Anfang April im Gemeinderat vorgestellt werden.