Kreis Freudenstadt (hb). "Wir können eine Ausschreibung nicht auf eine Firma zurechtschneidern." Dem stellvertretenden Landrat des Kreises Freudenstadt, Klaus-Ulrich Röber, tut es Leid, dass das Entsorgungsunternehmen Veolia schließen muss, weil es den Auftrag des Landkreises nicht mehr bekommen hat. "Doch wir haben kein Ermessen", betont er.

Der Landkreis habe die Entsorgungsleistungen nach den rechtlichen Vorschriften ausgeschrieben und sich aus Gründen der Rechtssicherheit sogar ein Büro, das sich auf Ausschreibungen in der Abfallwirtschaft spezialisiert hat, dafür beauftragt. "Aus menschlicher Sicht wäre es schön gewesen, wenn die Entsorgung im Landkreis zwischen den beiden Firmen aufgeteilt geblieben wäre", gibt Röber zu.

"Ich bin nicht glücklich, dass Mitarbeiter in Glatten ihre Arbeit verlieren." Doch das Ausschreibungsergebnis habe unmittelbare Auswirkungen auf die Abfallgebühren. "Fragen Sie mal einen Kreisbürger, ob er wegen der Firma Veolia bereit wäre, höhere Gebühren zu zahlen", schildert der stellvertretende Landrat die Problematik.

Für den Landkreis sei die Abfallwirtschaft ein klares Nullsummenspiel. Außerdem lässt Röber keinen Zweifel daran, dass die Firma Remondis ebenfalls gute Arbeit leistet.