Von Claudia Renz

Geislingen/Rosenfeld. Über die geplante Gemeinschaftsschule im Verband zwischen Geislingen und Rosenfeld informierten am Donnerstagabend Rektoren und Schulamt.

"Aufgrund sinkender Schülerzahlen wird in naher Zukunft die Zahl der Haupt- und Werkrealschulen stark rückläufig sein. Deshalb sind wir fest entschlossen, mit Unterstützung von Stadtverwaltung und Schulamt zur Gemeinschaftsschule zu werden." Dies unterstrich Geislingens Schulleiter Eberhard Rauschenberger im Musiksaal der Schlossparkschule. Er begrüßte seinen Kollegen Werner Egger aus Rosenfeld, Vertreter des Schulamts und der Stadtverwaltung sowie zahlreiche interessierte Besucher.

Die Lehrerinnen Martina Wahl und Stefanie Beilharz, die schon seit eineinhalb Jahren mit ihren Schülern der Klassen 5 und 6 das Projekt Gemeinschaftsschule erproben, begleiteten den informativen Vortrag Rauschenbergers. Die Begeisterung zum Lernen und die Motivation zum eigenständigen Lernen würden gefordert und gefördert, waren sich die beiden Kolleginnen einig.

Lernjob, Lernatelier, Lerntagebuch und Lerncoach sind einige Schlagwörter des Konzepts Gemeinschaftsschule. Die Schüler können sich aus einem Aufgabenkatalog in verschiedenen Anforderungsstufen (Kompetenzraster) ihre individuellen Lernjobs auswählen. Dadurch sollen Motivation und Eigeninitiative gestärkt werden. In einem Lernatelier, das von der Stadt unterstützt eingerichtet wurde, soll das selbstständige Arbeiten angekurbelt werden.

Jedes Kind ist mit einem Lerntagebuch ausgestattet. Darin werden Wochenplanarbeiten, Präsentationen, Projektarbeiten und Tests dokumentiert. Mit einem wöchentlichen Bilanzgespräch zwischen Lerncoach und Schüler wird der Leistungsfortschritt transparent und ist auch für die Eltern immer aktuell einsehbar.

Die beiden Lehrerinnen freuen sich mit ihren Kollegen aus Geislingen und Rosenfeld auf die neue Herausforderung Gemeinschaftsschule. Offiziell könnte es mit Klasse 5 im Oktober 2013 in Geislingen losgehen.

Schulleiter Rauschenberger und die Vertreter des Schulamts gingen auf die Fragen der Anwesenden ein. Zu den Themen Inklusion, Busverbindung, zusätzliche Sport- und Technikstunden sowie die Notengebung und die Leistungsstandards zum Besuch von den weiterführenden Schulen wurde ausführlich geantwortet.

Gleich nach den Weihnachtsferien wird in der Geislinger Schlossparkschule ein "Schnuppertag" stattfinden, dem dann Ende Januar eine hoffentlich positive Nachricht aus dem Kultusministerium folgen soll.