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Freudenstadt Trend stimmt – die Zahlen noch nicht

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Dem "Patienten Krankenhaus" geht es finanziell etwas besser, aber er hängt weiter am Tropf – so lässt sich das Geschäftsjahr 2016 der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH (KLF) zusammenfassen.

Freudenstadt. Die Zahlen und Hintergründe legte Ralf Heimbach, Geschäftsführer der KLF, am Montag dem Kreistag vor. Er sprach von einem "bewegten Jahr". Es sei "etwas mehr Geld" da. Zwar weise die Gesellschaft erstmals seit Jahren einen Gewinn mit rund 255 000 Euro aus; Heimbach relativierte das aber: Die Krankenhäuser seien noch weit davon entfernt, sich wirtschaftlich selbst tragen zu können. Wenn man die sechs Millionen Euro Zuschuss des Landkreises abziehe, sei tatsächlich ein Abmangel von 5,7 Millionen Euro eingefahren worden. Zwar habe sich das Minus erneut leicht verringert, 2015 hatte die KLF ein Minus von 7,47 Millionen ausgewiesen. Dennoch habe die KLF ihr Planziel für 2016 "verpasst". Heimbach: "Die Tendenz stimmt, das Ergebnis nicht."

Laut Heimbach konnten die Einnahmen verbessert werden, hauptsächlich durch eine Steigerung um 3,3 Prozent in der Psychiatrie und durch längere stationäre Aufenthaltszeiten von Patienten. Mehr Einnahmen erwarte er auch, wenn in einigen Tagen der zweite Herzkatheter-Platz in Betrieb gehe. Diese Behandlungen bringen hohe Einnahmen. Außerdem habe die KLF einen Investitionskostenzuschuss von 462 000 Euro vom Land erhalten.

Auf der anderen Seite habe die KLF eine "angespannte Liquidität", auch das Eigenkapital sei zu gering. Laut Heimbach habe sich unter anderem das "Zahlungsverhalten der Krankenkassen nicht gerade verbessert". In 2016 erbrachte Leistungen im Wert von einer Million Euro würden erst in diesem Jahr bezahlt.

Um Kosten zu senken, baute die KLF 21 Personalstellen ab, indem freiwerdende Stellen nicht neu besetzt wurden. Mit drei Prozent weniger Personal seien mehr Leistungen erbracht worden. Im Vergleich zu ähnlichen Häusern habe die KLF mehr Personal und erziele ein schlechteres Ergebnis. Die Investitionsrate von 1,1 Millionen Euro sei gering, sagte Heimbach auf Anfrage von Ernst Wolf (FDP), allerdings mache es auch keinen Sinn, groß zu investieren, wenn ohnehin ein Teilneubau kommen soll. Die Abläufe sollen künftig im neuen Haus verbessert würden.

SPD, Frauenliste und Grüne hakten bei der Arbeitsbelastung der Belegschaft kritisch nach, was Peter Rosenberger (CDU) als "scheinheilig" abtat. Der Kreistag habe den Sparkurs selbst beschlossen. Laut Heimbach mache das Personal 70 Prozent aller Kosten aus. Die Zufriedenheit der Patienten sei laut Umfrage einer Krankenkasse höher als im Bundesdurchschnitt.

Raunen geht durch die Mitarbeiter-Reihen

Ein Raunen ging durch die Reihen der Krankenhaus-Mitarbeiter, die zahlreich gekommen waren, als der KLF-Chef sagte: "Es gibt keine Überlastung des Personals. Man gewöhnt sich auch an eine höhere Schlagzahl." Es müsse Verbesserungen bei Organisation und Führung geben.

Laut Landrat Klaus Michael Rückert werde und dürfe die KLF auch nach dem Teilneubau des Krankenhauses rote Zahlen schreiben. "Wir haben nie gesagt, dass das Defizit bei Null liegen muss", so Rückert. Vor der KLF habe das jährliche Minus bei 8,3 Millionen gelegen, es werde seither besser. Der Trend setze sich 2017 fort, wenn das Minus "wieder eine Million weniger" betragen soll. Den Kurs präferiert auch Heimbach: Die KLF habe "einen öffentlichen Versorgungsauftrag", werde sich nicht nur auf lukrative Leistungen beschränken, sondern "eine Mischkalkulation" anstreben. Strategie sei es, neue Leistungen anzubieten, die in der Region gebraucht würden.

Ferner gab Heimbach aktuelle Entwicklungen beim Medizinischen Versorgungszentrum in Horb bekannt. Das Ergebnis sei "sehr problematisch", der Handlungsbedarf "dringend".

u  Horb

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