Nach dem Aus des Radsportteams Specialized Concept Store hat nach Fabio Nappa (Team Bergstraße) auch Christoph Springer aus Wittershausen einen neuen Profi-Rennstall gefunden: Mit dem Team Vorarlberg will der 27-Jährige am Aufstieg in die Liga der Pro Continetal -Kategorie mitwirken.

Das österreichische Team Vorarlberg geht aus dem einstigen Team Volksbank hervor und hat schon eine längere Geschichte. Bereits Ende der 90er-Jahre initiiert Thomas Kofler, Geschäftsführer des Teams Vorarlberg, die Rad-Equipe, deren Trikot unter anderem auch schon der Deutsche René Weissinger (Sprint-Gesamtsieger Tour de Suisse 2008 u.a.) getragen hat. 2013 plane das Continental-Team, wie Christoph Springer mitteilt, den Aufstieg in die Kategorie der Pro-Tour-Teams zu vollziehen.

Mit dem 31. Dezember endet auch für Springer seine Zugehörigkeit im Team Specialized Concept Store, mit dem er noch vor wenigen Tagen an der Seite des Eutingers Fabio Nappa bei Rennen in Japan und China im Einsatz gewesen ist. Bei der Rundfahrt in China landete er nochmal auf Rang 17 des Gesamtklassements, wobei noch mehr drin gewesen wäre, wenn er bei einer der beiden Bergetappen zu der schnelleren Gruppe einer Abfahrt gehört hätte. Da habe er, wie er schätzt, eine Minute im Klassement verloren.

Die sportliche Einschätzung seiner Saison 2012 fällt weder ganz positiv, noch ganz negativ aus. Ein paar Top-Ten-Plätze bei Rundfahrten habe er verbucht, erklärt der 27-Jährige rückblickend auf sein fünftes Profi-Jahr; da hätte er sich schon ein bisschen mehr erwartet, andererseits stehe er auch nicht ganz mit leeren Händen da.

Was das Radsport-Jahr 2012 allerdings zu einem ganz besonderen gemacht hat, war die geografische Lage des Teams: So wenig Reiseaufwand sei nicht alltäglich. Hinzu kommen persönliche Verbindungen. "Das kriegt man vielleicht nicht noch einmal – mit den Kumpels, mit denen man sich auch abseits des Radsports super versteht, kontinuierlich trainieren zu können", meint Christoph Springer. Damit spielt er konkret auf Fabio Nappa und den Rottenburger Fabian Schnaidt an, die beide ja auch im SCS-Trikot gefahren sind.

Fabio Nappa hatte versucht, den Wittershausener ebenfalls noch bei seinem neuen österreichischen Arbeitgeber unterzubringen. Das gelang dann aber nicht mehr, nachdem Kofler noch einen Fahrer des Lampre-Teams unter Vertrag genommen hatte. "Vielleicht klappt‘s ja nächstes Jahr", meint Christoph Springer, der nach vorne schaut und gedanklich bereits bei seinen ersten Einsätzen im Jahr 2013 ist.