(asa). Auch ohne die in diesen Tagen von ihrem Studienaufenthalt in den USA zu einem Feiertagsurlaub in der Heimat erwartete Elena Burkard konnte die LG Badenova Nordschwarzwald bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Budapest einen großen Erfolg feiern.

Mit dem 34. Platz im Lauf der U23 über 6025 Meter in 22:22 Minuten war Domenika Weiss am dritten Platz der deutschen Mannschaft beteiligt und durfte eine Bronzemedaille mit nach Hause nehmen. Dabei verpasste sie zunächst den zur Aufnahme in die offizielle Mannschaftswertung nötigen vierten Platz im deutschen Team um gerade einmal drei Sekunden, um die Lisa Jäsert als 32. in 22:19 min vor ihr im Ziel war.

Dabei verlief das Rennen für die beiden deutschen Läuferinnen komplett unterschiedlich. Die nach der Hälfte des Rennens noch auf Platz 20 notierte Frankfurterin Jäsert verlor auf dem letzten Kilometer deutlich an Boden. Dagegen startete Domenika Weiss eher verhalten und wurde bei der ersten Zwischenzeit nach einem Kilometer ebenso wie die später als 30. durchs Ziel gehende Melanie Stemper (LAG Mittlere Isar) 22:12) auf Position 46 notiert. Danach arbeitete sie sich sukzessive nach vorne und lag nach 3000 Metern bereits auf Rang 36.

Auch am Ende hatte sie noch Reserven und auf der Zielgerade Lisa Jäsert bereits im Blickfeld, konnte sie aber nicht mehr ganz erreichen und war damit schließlich fünftbeste Läuferin aus dem DLV-Sextett.

"Weil sie aber den nachfolgenden Portugiesinnen damit wertvolle Plätze und damit Wertungspunkte weggenommen hat, wurde sie auch mit einer Medaille ausgezeichnet", so ihr mit dem Auftritt zufriedener Trainer Jörg Müller, der die deutsche U23-Juniorinnenmannschaft bei den Titelkämpfen mit seinem zweiten Schützling Elena Burkard deutlich stärker eingeschätzt hätte. "Schneller als Jana Sussmann wäre sie wohl gewesen", mutmaßt Müller im indirekten Vergleich mit der in 21:42 min auf Platz 16 gelaufenen Hamburgerin. Beste DSV-Läuferin war Corinna Harrer (Regensburg, 21:04) auf Platz sechs.

Auf einem hart gefrorenen Untergrund sicherte sich die Britin Jess Coulson in 20:40 min souverän den Einzeltitel vor der Russin Liudmila Lebedeva (20:49). Dank der größeren Geschlossenheit setzte sich in der Mannschaftswertung dagegen Russland mit 27 Punkten gegenüber Großbritannien (33) durch. Das deutsche Quartett folgte mit 84 Punkten auf Platz drei vor Portugal (105) und Frankreich (113).