Fluorn-Winzeln - Fluorn war über das Wochenende fest in Narrenhand. Die Narrenzunft »Klein-Bayern« hatte ein dreitägiges, mit Höhepunkten gespicktes Programm organisiert.

Viele Gratulanten machten der Narrenzunft zum 60. Geburtstag ihre Aufwartung. Die Verantwortlichen der Zunft, allen voran Präsident Sascha Kübler, sein Elferrat und viele freiwillige Helfer, hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Gastzünften und Besuchern über drei Tage ein attraktives Programm zu bieten. Den Auftakt machte am Freitagabend vor dem Rathaus das Aufstellen des Narrenbaumes durch die Feuerwehr.

In seinem Grußwort würdigte der Schirmherr, Bürgermeister Bernhard Tjaden, das Engagement, das es erlaubt, Jubiläum in großem Rahmen und verbunden mit dem 18. Treffen der Waldgauzünfte zu feiern.

Berthold Schneider, Präsident der Europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg, überreichte bei seiner Gratulation das Narrenlicht, das nun für ein Jahr bei der Fluorner Zunft verbleibt. Trotz Minusgraden ließen es sich viele Gäste nicht nehmen, das Spektakel zu verfolgen. Mit Böllerschüssen startete der Fackelumzug mit 20 Gastzünften, allen voran das Geburtstagskind, zum beheizten Festzelt, wo Tjaden mit dem Fassanstich das Fest eröffnete. Im Anschluss präsentierten die neun Waldgauzünfte ihre Narrenkleider und Narrenmärsche. Die Auftritte der Garden, darunter die mittlere Garde der Narrenzunft Fluorn, waren eine Augenweide. Für musikalische Unterhaltung sorgten die »Schwarzwald-Buam« und »Wälderblut«.

Der Samstagnachmittag gehörte dem Nachwuchs: Eine bunte Schar kleiner Narren von 13 Zünften zog vom Rathaus, von vielen Zuschauern aufmerksam verfolgt, zum Festzelt, wo der Kinderball mit einem bunten Programm den Nachmittag abrundete.

Rund ging es am Samstag beim Showtanzabend mit Aufführungen der Garden aus Winzeln, Beffendorf, Bösingen, Alpirsbach, Hardt, der Männertanzgruppe Boll, den »Schwoba-Dancers« Fluorn und der Garde Narrenzunft Fluorn. So richtig krachen ließ es die aus der Schweiz angereiste Guggenmusik »Juris« aus Hochdorf bei Emmen.

Der Sonntag begann mit einer Premiere: Erstmals in der Geschichte Fluorns gab es einen Narrengottesdienst, den Pfarrer Wolfgang Kilper in der evangelischen Kirche hielt, musikalisch gestaltet vom Akkordeon-Orchester Fluorn-Winzeln. Im Anschluss trafen sich die Zunftmeister zu einem Zunftmeisterempfang im Narrenstüble.

Höhepunkt des Festes war der Jubiläumsumzug. 20 Gastzünfte mit mehr als 2 800 Kleidlesträgern und zahlreiche Musikkapellen boten Tausenden Zuschauern ein buntes Bild. Finaler Höhepunkt, bevor das dreitägige Fest mit den »Schwarzwald-Buam« ausklang, war die Uraufführung des von Martin Imhof komponierten Waldgau-Marsches, der musikalische Elemente aller neun Waldgauzünfte enthält.

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