Fluorn-Winzeln Narrentreffen zum 60. Jubiläum

Emil Moosmann, 20.01.2013 23:50 Uhr

Fluorn-Winzeln - Fluorn war über das Wochenende fest in Narrenhand. Die Narrenzunft »Klein-Bayern« hatte ein dreitägiges, mit Höhepunkten gespicktes Programm organisiert.

Viele Gratulanten machten der Narrenzunft zum 60. Geburtstag ihre Aufwartung. Die Verantwortlichen der Zunft, allen voran Präsident Sascha Kübler, sein Elferrat und viele freiwillige Helfer, hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Gastzünften und Besuchern über drei Tage ein attraktives Programm zu bieten. Den Auftakt machte am Freitagabend vor dem Rathaus das Aufstellen des Narrenbaumes durch die Feuerwehr.

In seinem Grußwort würdigte der Schirmherr, Bürgermeister Bernhard Tjaden, das Engagement, das es erlaubt, Jubiläum in großem Rahmen und verbunden mit dem 18. Treffen der Waldgauzünfte zu feiern.

Berthold Schneider, Präsident der Europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg, überreichte bei seiner Gratulation das Narrenlicht, das nun für ein Jahr bei der Fluorner Zunft verbleibt. Trotz Minusgraden ließen es sich viele Gäste nicht nehmen, das Spektakel zu verfolgen. Mit Böllerschüssen startete der Fackelumzug mit 20 Gastzünften, allen voran das Geburtstagskind, zum beheizten Festzelt, wo Tjaden mit dem Fassanstich das Fest eröffnete. Im Anschluss präsentierten die neun Waldgauzünfte ihre Narrenkleider und Narrenmärsche. Die Auftritte der Garden, darunter die mittlere Garde der Narrenzunft Fluorn, waren eine Augenweide. Für musikalische Unterhaltung sorgten die »Schwarzwald-Buam« und »Wälderblut«.

Der Samstagnachmittag gehörte dem Nachwuchs: Eine bunte Schar kleiner Narren von 13 Zünften zog vom Rathaus, von vielen Zuschauern aufmerksam verfolgt, zum Festzelt, wo der Kinderball mit einem bunten Programm den Nachmittag abrundete.

Rund ging es am Samstag beim Showtanzabend mit Aufführungen der Garden aus Winzeln, Beffendorf, Bösingen, Alpirsbach, Hardt, der Männertanzgruppe Boll, den »Schwoba-Dancers« Fluorn und der Garde Narrenzunft Fluorn. So richtig krachen ließ es die aus der Schweiz angereiste Guggenmusik »Juris« aus Hochdorf bei Emmen.

Der Sonntag begann mit einer Premiere: Erstmals in der Geschichte Fluorns gab es einen Narrengottesdienst, den Pfarrer Wolfgang Kilper in der evangelischen Kirche hielt, musikalisch gestaltet vom Akkordeon-Orchester Fluorn-Winzeln. Im Anschluss trafen sich die Zunftmeister zu einem Zunftmeisterempfang im Narrenstüble.

Höhepunkt des Festes war der Jubiläumsumzug. 20 Gastzünfte mit mehr als 2 800 Kleidlesträgern und zahlreiche Musikkapellen boten Tausenden Zuschauern ein buntes Bild. Finaler Höhepunkt, bevor das dreitägige Fest mit den »Schwarzwald-Buam« ausklang, war die Uraufführung des von Martin Imhof komponierten Waldgau-Marsches, der musikalische Elemente aller neun Waldgauzünfte enthält.

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Kommentare (3)
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JAN
24
nicht Oberndorfer, 12:12 Uhr

falsche Zünfte geladen

Man hätte vielleicht die NZ-Oberndorf oder gar gleich den 4er-Bund einladen müssen, um die entsprechende Würdigung durch das Adelsblatt Schwabo zu erhalten.

JAN
24
Mäxxle, 08:12 Uhr

Fotostrecken

Bei Unfällen (z. B. dem schlimmen Geisterfahrer-Unfall auf der A5) werden zig Fotos von den Beschädigten Autos und den Rettungsmaßnahmen ins Netz gestellt (sogar für gutes Geld von der dpa eingekauft). Da kann ein Narrenumzug, der die Menschen erfreut, eben nicht mithalten. SENSATIONS-Journalismus macht (leider) vor unserer 'unabhängigen' Tageszeitung NICHT HALT.

JAN
23
nicht Oberndorfer, 12:52 Uhr

Fotostrecke

3 Tage Narrentreffen mit großem Umzug am Sonntag – und nicht mal ein einziges Foto von diesem Umzug im online-Schwabo. Sehr traurig. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass nur ein Großteil der umliegenden Dörfer und nicht Oberndorf selbst mit „gehopst“ ist?!! Verstehe einer die Schwabo-Redaktion und wundere sich dann noch über die gespaltene Meinung der „Gemeinde-Käffer“ über ihre Hauptmetropole Oberndorf, bei so viel medialer Ignoranz durch die ansässige Gazette.