Von Uwe Priestersbach

Ebhausen-Ebershardt. Im Ebershardter Kindergarten konnte am Sonntag der Anbau für eine neue Kleinkindgruppe offiziell eingeweiht werden – und der Kindergarten öffnete seine Pforten für einen Tag der offenen Tür.

"Wir sind stolz darauf, dass wir den Rechtsanspruch so rechtzeitig erfüllt haben", erklärte Ebhausens Bürgermeister Volker Schuler. Denn ab August 2013 tritt der gesetzliche Anspruch auf Betreuungsplätze für Kinder ab einem Jahr in Kraft.

Wie Bürgermeister Volker Schuler bei der Einweihung anmerkte, habe man sich in Ebhausen für ein dezentrales System bei der Kleinkindbetreuung entschieden – auch um die Ortsteile zu stärken. Zusammen mit den jeweils zehn Betreuungsplätzen in Ebhausen und Rotfelden verfügt man nun in der Gesamtgemeinde über 30 Plätze für Kleinkinder.

Bei dieser Gelegenheit sprach der Rathauschef von einem "beeindruckenden Zeitablauf für ein solches Projekt". Denn vor einem Jahr wurde der Betreuungsbedarf in Ebershardt abgefragt – und nachdem acht Rückmeldungen von interessierten Eltern kamen, gab der Gemeinderat im Januar grünes Licht für die Schaffung einer Kleinkindgruppe in Ebershardt. Unter der Regie von Architekt Friedrich Großmann und der Innenarchitektin Carolin Germek begannen im Mai die Bauarbeiten, die jetzt rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.

Für die neue Kleinkindgruppe in Ebershardt war ein Anbau an den bestehenden Kindergarten notwendig. Die Kosten belaufen sich auf rund 170 000 Euro, wobei sich der Investitionszuschuss des Bundes für den Ausbau der Kleinkindbetreuung auf 120 000 Euro beläuft.

Wie Volker Schuler betonte, bilden die Bereiche Bildung und Betreuung einen Schwerpunkt der Ebhauser Kommunalpolitik, "in den wir viel Geld investiert haben und weiter investieren werden". Ein dickes Lob des Bürgermeisters gab es für alle an der Baumaßnahme Beteiligten, und Volker Schuler unterstrich: "Das Ergebnis mit seinen tollen Räumen und der tollen Einrichtung kann sich sehen lassen."

Ebershardts Ortsvorsteher Andreas Löb erinnerte in seinem Grußwort daran, dass bereits beim Bau des Kindergartens ein Anbau vorgesehen war – damals aber noch nicht als Kleinkindgruppe. Gleichzeitig sei der Anbau noch mal ein Höhepunkt im Ebershardter Jubiläumsjahr. Mit Blick auf die hellen und freundlichen Räume sowie die erfahrenen Erzieherinnen meinte der langjährige Ortsvorsteher mit einem Schmunzeln: "Da wäre man gerne noch mal ein Kind".

Architekt Friedrich Großmann sprach von einer "kleinen, aber feinen Aufgabe", bei der alle Handwerker ihre Aufgaben termingerecht ausgeführt haben. Statt des sonst obligatorischen Schlüssels hatte er eine Plotterrolle und Farbstifte im Tornister, damit die "Kinder ihre ersten kreativen Entwürfe fertigen können".