Nagold/Ebhausen-Rotfelden. In der jüngsten Vorstandssitzung des Kamelvereins Fatamorgana zog dieser eine durchweg positive Bilanz aus der Teilnahme an der Landesgartenschau in Nagold.

Gab es im Vorfeld der Veranstaltung noch Bedenken, ob sich dieser Einsatz lohnt und finanziell gestemmt werden kann, so waren die nun erzielten Ergebnisse umso erfreulicher. Die beiden Kameldamen Drusilla und Blümchen des Kamelhofs waren die tierische Hauptattraktion der Landesgartenschau.

Viele der eine Million Besucher machten Halt an der Kamelkoppel, schauten den Kindern beim Reiten zu, lasen sich die Informationstafeln durch, erfuhren Wissenswertes im Gespräch mit den Kamelhofmitarbeitern oder beobachteten die Tiere bei ihrem täglichen Treiben. Mehr als 25 000 Kinder konnten in der Zeit der Gartenschau eine Runde auf den Rücken der Kamele drehen.

13 Schulklassen nahmen am sogenannten "Grünen Klassenzimmer" teil und erhielten 90 Minuten Unterricht in "Kamelkunde". Mehr als 10 000 Personen haben an dem Gewinnspiel des Kamelvereins mitgemacht und dabei gleichzeitig einiges über das Kamel gelernt. 170 Gewinner erhielten Preise im Gesamtwert von 6500 Euro, entweder als Gutschein für einen Kamelausritt, einen freien Familieneintritt auf dem Kamelhof Rotfelden oder in Form von Kamelmilchpflegeprodukte. Der weit entfernteste Gewinner kam aus Dresden, 17 Gewinne gingen nach Nagold, sieben nach Herrenberg und je fünf Gewinne gingen nach Jettingen, Horb und Haiterbach.

Insgesamt hat der Kamelverein Fatamorgana rund 22 000 Euro in die Gartenschau investiert, wobei der Planansatz mit 25 000 Euro eingehalten werden konnte. Nach Meinung des Vorstandes ist dieses Geld gut investiert und entspricht auch genau der satzungsmäßigen Aufgabe des Vereines. Konnte doch so einer sehr großen Öffentlichkeit hautnah ein differenziertes Bild des Kamels vermittelt werden und die Fragen der Menschen zum Kamel beschränkten sich nicht nur auf die üblichen Standardfragen, sondern beschäftigten sich mit dem Nutzen des Tieres, sei es in der angewandten Tiertherapie oder hinsichtlich der Wirksamkeit von Kamelmilchprodukten.

Der Vorstand des Vereins bedankte sich bei allen Mitwirkenden und freiwilligen Helfern. Immerhin waren insgesamt mehr als 2200 Arbeitsstunden, davon über 500 freiwillige Helferstunden notwendig, die zu dem Gelingen der Kamelhofpräsenz auf der Landesgartenschau beigetragen haben. Die Spenden der Besucher, die diese für das kostenlose Kinderreiten einwerfen konnten, ergaben 3911 Euro. Hiervon geht die Hälfte an ein Hilfsprojekt für Schulkinder in Wupperthal/Südafrika, die andere Hälfte kommt dem Nagolder Kirchenmittagstisch zugute.