Die Teilnehmer der LAN-Party Foto: Cools Foto: Schwarzwälder-Bote

Freizeit: Jugendliche treten bei LAN-Party gegeneinander an

Dornhan. Bleiche Gestalten mit rotgeränderten Augen, die im Keller vor dem Computer sitzen und Ballerspiele zocken – so viel zum Klischee einer LAN-Party.

In Dornhan sieht das anders aus. "Wir sind nicht alle ungeduschte Nerds, die 24 Stunden am Tag im Keller hocken", sagt Simon Eßlinger mit einem Augenzwinkern. Er ist Organisator der LAN-Party, die ein paarmal im Jahr im evangelischen Gemeindehaus stattfindet.

Begonnen habe es mit einer kleinen Gruppe, die zusammen Filme anschauten. Eines Tages sei man darauf gekommen, die Computer zusammenzuschließen und anstatt gegen Gegner im Internet einfach gegen die Kameraden zu spielen.

Zum ersten Mal fand die LAN-Party für Jugendliche ab 16 Jahren statt, zuvor war es auch ab zwölf Jahren. "Da wir auch Counterstrike und andere Shooterspiele spielen, müssen wir auf den Jugendschutz achten", meint Eßlinger. Es gehe auch keinesfalls darum, Aggressionen loszuwerden. Neben Shootingspielen steht Strategie auf dem Game-Programm.

Dabei darf die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. "Abends gehen wir immer gemeinsam essen oder kochen zusammen", sagt Eßlinger.

Er selbst hat mit zwölf Jahren zu zocken begonnen, "als draußen herumspringen nicht mehr so cool war", meint er. Mittlerweile werde es aufgrund seiner Arbeitsstelle aber weniger. Nun spielt der 20-Jährige nur noch etwa 20 bis 40 Stunden in zwei Wochen.

Diesmal haben die acht Teilnehmer der LAN-Party nur eine Nacht lang durchgespielt. "Sonst ging das auch mal drei Tage lang", erinnert sich Eßlinger.

Sein Tipp um wachzubleiben: Zucker oder Energydrinks als Energiebooster. Damit bleibe man nicht nur wach, sondern auch die Konzentration erhalten, um sich gegen die Kontrahenten im Spiel durchzusetzen.