Von Jens Sikeler

Dornhan-Marschalkenzimmern. Der Sänger Andreas Fulterer und seine Band brachten den "Weihnachtszauber aus den Dolomiten" nach Marschalkenzimmern.

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Mit seiner großartigen Stimme und seinen gefühlvollen Texten verzauberte Fulterer seine rund 400 Zuhörer. Ihren großen Auftritt hatten dabei die Canto Wida Kids.

Die Kleinen hatten zunächst mit ihrer Leiterin Michaela Lebeau und dann mit der Band des Sängers geprobt. Drei Lieder lang waren die 25 Mädchen und Jungen und nicht der Südtiroler der Star auf der Bühne. Der Chor, der aus einer Kooperation des Weidener Gesangvereins mit der dortigen Grundschule entstanden ist, sang zusammen mit Fulterer das alte italienische Weihnachtslied "Natale mano nella mano – Weihnachten Hand in Hand". Die Lebensfreude und die Begeisterung der Kinder riss die Zuhörer auch bei "Ein Stern" mit. Ein großes Kompliment muss man auch Lebeau machen, denn der Auftritt der Kids lebte beileibe nicht allein von ihrer Begeisterungsfähigkeit. Der Chor ist auch musikalisch richtig gut. Das wurde besonders beim dritten Lied deutlich. "Macht die Tore weit, öffnet eure Herzen" ist ein modernes, aber anspruchsvolles Weihnachtslied, das die Kinder mühelos meisterten.

Fulterer macht volkstümlich Musik und Schlager. Wann er was spielt, machte er auch durch seine Kleidung deutlich. Vor der Pause trug er einen Janker und derbe Stiefel, nach der Pause einen schicken schwarzen Anzug. "Wir wollen die Stimmung der Hausmusik in einem Südtiroler Bauernhof nachempfinden", sagte Fulterer. Seine Musiker rückten dafür zusammen und es wurde heimelig. Das Lied von der "Weihnacht wie sie früher einmal war" gewann dadurch noch mal an Wirkung. Besonders zu Herzen ging auch "Wenn der Wind die Sterne berührt".

Fulterer gehört zu den Sängern, die Liebeslieder so singen können, dass sich wirklich jede einzelne Frau im Publikum angesprochen fühlt. Das galt etwa für "Weihnachten zieht es mich Heim zu Dir". Zu den Höhepunkten des zweiten Teils gehörte zweifelsohne das Lied "Wir sind Kameraden". Das sehr emotionale Stück hat Fulterer den Feuerwehrmännern gewidmet.

Der zweite Teil gehörte auch den beiden Sängerinnen Claudia Schott und Lilo Molina. Mit dem wunderbar eingängigen Duett "Wunder werden wahr" begeisterten sie das Publikum. Auch wer mit der Musikrichtung, von Fulterer und seiner Band nichts anfangen kann, der muss ihnen zumindest zwei Dinge zugestehen: Fulterer kann singen. Und wie! Er hat eine volle Stimme, voller Gefühl. Und seine Band ist richtig gut. Deshalb hatten sie es nicht, wie viele ihrer Kollegen, nötig aufs Playback zu setzen.