Donaueschingen (ff). Seit einem Jahrzehnt ist die Messe Haus, Bau und Energie in Donaueschingen daheim, gestern wurde das Jubiläum nach der Eröffnung mit einer Gala in den Donauhallen abends auch zu einem schillernden gesellschaftlichen Ereignis.

Die Eröffnung im Jubiläumsjahr selbst ließen sich gut 100 Gäste am Vormittag nicht nehmen, denn wie OB Thorsten Frei es treffend auf den Punkt brachte, hat es Peter sauber diesmal geschafft, mit rund 90 Ausstellern der Messe das i-Tüpfelchen aufzusetzen. Klein aber fein waren die Anfänge rekapitulierte Frei. Trotz der geballten, kompetente Information sei die Messe heute begleitet von einer angenehmen Unaufgeregtheit bei Ausstellern und Veranstalter. Die Resonanz hierbei mittlerweile bei Banken gemeinsam mit dem Handwerk belege zudem die hohe Akzeptanz und dass eine solche Messe auch im ländlichen Raum funktioniere. Gerade des Thema Energiesparen und Nachhaltigkeit sei dabei ein zentraler Punkt.

Der Erste Landesbeamte Joachim Gwinner unterstrich die zentrale Bedeutung des Energiespargedankens, dem sich auch Kommunen und Landkreise stellen müssten. Nicht ohne Grund sei im Schwarzwald-Baar-Kreis- vor drei Jahren die Energieagentur ins Leben gerufen worden. und der Landkreis habe in den vergangenen fünf Jahren 15 Millionen Euro in die energetische Modernisierung seiner Immobilien gesteckt. Heute sei der Schwarzwald-Baar-Kreis mit über 40 Biogas-, elf Holzhackschnitzelanlagen auf den vorderen Plätzen im bundesweiten Vergleich anzutreffen, bei Photovoltaik bundesweit auf Platz 26 und in Baden-Württemberg unter 31 Kreisen auf dem fünften Platz. Allein in Hüfingen und Bräunlingen würden heute 80 und 51 Prozent der Energie aus regenerativen Quellen stammen.

Peter Sauber gestand ein, dass die Anfänge vor zehn Jahren schon einige Fragen aufwarfen: Funktioniert eine solche Messe in einer Stadt mit 23 000 Einwohnern überhaupt? "Aber die Donauhallen mit ihren Möglichkeiten auf 11 000 Quadratmetern haben mich überzeugt., heute ist es für mich die Lieblingsmesse". Der Erfolg sei nicht zuletzt auch möglich geworden, weil in der Startphase mit Bürgermeister Bernhard Kaiser als Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes und seinem Umweltberater Gerhard Bronner Partner zur Seite standen. "Ich bin überzeugt, dass sich auch mit einer kleinen Messe viel für den globalen Klimawandel erreichen lässt," so Sauber.