Deißlingen-Lauffen - Mit einer WC-Anlage und einer Bodenverbesserung wäre die Zehntscheuer in Lauffen gleich ein viel besserer Veranstaltungsort. Doch was ist wie und zu welchen Kosten machbar in dem altehrwürdigen Baudenkmal?

Dass sich über die Frage, wie viel Geld für eine bauliche Verbesserung in die Hand genommen werden soll, trefflich streiten lässt, wurde im November bei einer gemeinsamen Sitzung von Gemeinde- und Ortschaftsrat deutlich. 50 000 Euro wurden nach einem langen Pro und Kontra am Ratstisch auf Vorschlag der Verwaltung in den Haushalt 2013 für Verbesserungen eingestellt.

Diese mit elf zu sechs beschlossene Absichtserklärung kann aber bisher nicht als Freifahrtsschein für eine nutzerfreundlichere Ertüchtigung des Gebäudes gewertet werden. Auf der Grundlage von Expertisen des Baurechts- und des Denkmalamts soll es eine genaue Kostenermittlung geben. Die Vorstellung des Lauffener Ortschaftsrats, mit geringem Aufwand, vor allem für die Bereitstellung eines WCs, eine Basis zu schaffen für Veranstaltungen im schlichten Rahmen, soll so genauer auf den Prüfstand gestellt werden.

50 000 Euro für ein Klo und die Verbesserung von Böden (Stolperfallen) bringt so manches Gemeinderatsmitglied nach wie vor zum Kopfschütteln. Allerdings sprachen sich in der jungsten Gemeinderatssitzung nur drei dagegen aus, die Möglichkeiten für eine Anfangssanierung auszuloten. Kleine Fortschritte müssten ermöglicht werden, "sonst ist das Ding tot", sagt zum Beispiel das Lauffener Gemeinderatsmitglied Eberhard Sinner.