Deißlingen. Der Ortsverbandsvorsitzende und Deißlinger Gemeinderat Helmut Merkle wurde für 40-jährige Mitgliedschaft in der FDP geehrt.Engagiert auf Kreis-, Bezirks- und Landesverbandsebene galt seine besondere Leidenschaft der Kommunalpolitik. Aber auch der Landwirtschaft fühlte er sich stets eng verbunden. Noch heute bewirtschaftet er seine Felder und ist Mitglied im Ausschuss des Kreisbauernverbandes. Den passenden Rahmen für die Ehrung gab die Kreismitgliederversammlung ab. Dazu konnte Kreisvorsitzender Dieter Kleinmann neben etlichen FDP-Mitgliedern auch Familienangehörige und Freunde des zu Ehrenden begrüßen.

In seiner Laudatio ging der ehemalige Landtagsabgeordnete auf das vielfältige politische Engagement Merkles ein. In die FDP eingetreten ist Helmut Merkle im Jahr 1972, in der Ära der sozial-liberalen Koalition unter Brandt/ Scheel. Bis heute gehört er dem Bezirks- und Landesparteitag als Delegierter an. Mehr als 20 Jahre organisierte er die Agrarlehrfahrt des Bezirksverbandes Südbaden und erwarb sich dabei große Verdienste. Auf Kreisverbandsebene ist er Mitglied im Vorstand und begleitete über viele Jahre hinweg auch das Amt eines stellvertretenden Kreisvorsitzenden.

Seine besondere Verbundenheit galt jedoch stets der Gemeinde Deißlingen und dessen Ortsverband. So rückte er 1998 als Nachfolger von Hermann Schneider in der Gemeinderat nach. Von 1999 bis 2004 war Merkle stellvertretender Bürgermeister. Seit 2009 gehört er dem Ortsparlament erneut an. Seine Karriere als Kommunalpolitiker begann jedoch mit seiner Wahl in den Kreistag 1984.

Als einziger Vertreter der FDP in diesem Gremium schloss er sich der FWV-Fraktion an und machte sie damit zur zweitstärksten Truppe im Kreisparlament. Erneut gelang ihm der Sprung in den Kreistag 1994. Von der nunmehr eigenständigen FDP-Fraktion wurde er in den Sozial-, Kultur- und Schulausschuss geschickt. Seit 1997 – mit Ausnahme von einem Jahr – begleitet er auch das Amt des Vorsitzenden im FDP-Ortsverband Deißlingen.

FDP-Chef Kleinmann würdigte Helmut Merkle als "Graswurzeldemokraten", der die Politik von unten nach oben und nicht umgekehrt mitbestimmen und gestalten möchte. Er sei ein mündiger Bürger, ein Querdenker, der sich nicht verbiegen lasse, kurzum ein liberales Urgestein.