Von Stefan Preuß

Dauchingen. Ein großes Jugendprojekt in Dauchingen fand am Samstagabend seinen Abschluss mit einem Gottesdienst in der katholischen Kirche: Die letzten sieben Tage der Schöpfung, in Texten und Bildern dargestellt, lautete das Thema.

Einen sehr aufwendig vorbereiteten Jugendgottesdienst boten die Ministranten und Jugendgruppen der Seelsorgeeinheit Niedereschach am Samstagabend in der Dauchinger St.-Cäcilia-Kirche.

Wie Gemeindereferentin Martina Gold betonte, hat die Vorbereitung dazu ein Jahr in Anspruch genommen. Doch diese Mühe hat sich gelohnt. Denn die Jugendlichen hatten sich einem ebenso anspruchsvollen wie hochaktuellen Thema gestellt. "Die Nacht der Schöpfung" oder auch die "Letzten Tage der Schöpfung" aus der Sicht des evangelischen Theologen Jörg Zink, bekannt durch seine zahlreichen Bücher und als Sprecher der Friedens- und Ökologiebewegung.

In dem Buch beschreibt der Theologe den Untergang der Schöpfung. In Bildern, entsprechender Lichtillumination ausgeführt von Uwe Schmidt und musikalischer Untermalung durch die Firmband "Plug’n Pray" mit ihrem Leiter Markus Bertsch, wurde den Gottesdienstbesuchern vor Augen geführt, wie der Mensch seine Erde und alles, was darauf wächst und lebt, und letztlich sich selbst zerstört. "Dieses zerstörerische Szenario soll uns hellhörig machen dafür, dass die von Gott geschaffene Schöpfung wertvoll ist."

In einem Impuls erinnerte Martina Gold daran, dass der Mensch auch heute fleißig dabei ist, die Erde zu zerstören, nicht in sieben Tagen, aber doch in einem schleichenden Prozess. Sie lud die Gottesdienstbesucher ein, anhand von Zetteln ein Stück Erde zu gestalten, mit wunderbaren Pflanzen oder Tieren, oder mit guten Wünschen und Gebeten für unsere Erde. In den Fürbitten dankten die Jugendlichen Gott für die wunderschöne Welt, die er für uns Menschen geschaffen hat.

Eine Jugendliche brachte es auf den Punkt, indem sie bekannte: "Ich mag dich Gott, du bist cool." Mit dem Gebet der Vereinten Nationen und dem Song "The lord is my shepard", schloss dieser Gottesdienst, der wegen seiner Lichteffekte, der fast lebensgroßen Tierdarstellungen und weiteren Dekorationen wie der großen Weltkugel noch lange in Erinnerung der zahlreichen Kirchenbesucher bleiben wird. Zum Abschluss verabschiedete Martina Gold Ministranten aus der Seelsorgeeinheit, die über Jahre den Dienst am Altar verrichtet hatten. Nicht mehr dabei ist Oberministrantin Melanie Lang aus Dauchingen. Ebenfalls von der Dauchinger Pfarrei beenden Fabian und Patrik Buhmüller, Tim Gregg, Julia Hermann, Jennifer Roggatz und Pasqual Bertsche ihren Ministrantendienst. Maren Herrmann und Saskia Seilnacht aus Kappel dankte die Gemeindereferentin ebenfalls für ihren jahrelangen Dienst am Altar.