(gl). In der Oberliga Baden-Württemberg empfängt die TGS Pforzheim am Samstag mit dem TSV Heiningen wieder einmal eine Mannschaft aus der Göppinger Ecke. Hierbei gilt es als ziemlich sicher, dass die Mannen aus der Pforzheimer Nordstadt ihren Siegeszug verlängern werden, denn in den beiden Teams steckt einfach zu unterschiedliches spielerisches Potenzial.

Auf einen kampfstarken Gegner werden sich Florian Taafel und seine Mitstreiter aber dennoch einstellen müssen, denn der Gast vom Stauferland hat sich vor zwei Spielrunden den Aufstieg in die Eliteklasse der Ballwerfer des Bundeslandes redlich erarbeitet und sich auch die zweite Saison genauso hart verdient.

Die augenblickliche Serie der SG Pforzheim/Eutingen ist schon als freier Fall zu bezeichnen. 1:11 Punkte aus dem letzten halben Dutzend an sieglosen Spielen hat die Partie der Christensen-Truppe beim TSV Weinsberg zu einem echten Kellerderby werden lassen, denn der Gastgeber aus der Heilbronner Ecke braucht die Zähler genau so dringend wie die Pforzheimer. Freilich hat die Mannschaft von der Weibertreu den Vorteil, sich von der Beginn der Saison an auf Abstiegskampf eingestellt zu haben, während für Manuel Mönch und seine Mitstreiter der Absturz in die hintere Region doch alles andere als erwartet war. An der Kaulbachstraße muss sich jetzt aber auch der Letzte klar werden, dass es gerade gegen Gegner wie Weinsberg ans Eingemachte geht, Schönheitspreise werden jetzt nicht mehr vergeben.

In der Badenliga der Männer steigt am Sonntag zwischen der SG Pforzheim/Eutingen II und dem TV Bretten wieder ein Lokalderby. Nimmt man die letzten Begegnungen als Meßlatte, scheint der Tabellenzweite aus Bretten leicht favorisiert. Der souveräne Auftritt gegen Neuenbürg hat die Brust der Spieler aus der Melanchthon­stadt wieder breit werden lassen. Wenn die Erfolge zuletzt auch ausblieben, zurückstecken wird die Truppe von Wolfgang Lipps aber schon deshalb nicht, weil in den Reihen des Gegners mit Nico Grünling und Max Schwarz, der nach seiner Sperre wieder spielberechtigt ist, Akteure stehen, die in der letzten Runde noch im Dress der Eutinger aufliefen.

Beim HC Neuenbürg ist auf die Euphorie der Spiele gegen Hockenheim und Heddesheim nunmehr im Brettener Grüner schnell wieder die Ernüchterung gefolgt. Dennoch, die drei Zähler die sich Andy Weiss und seine Mitstreiter in den drei Hammerspielen sicherten, nehmen den Buchbergern derzeit den ganz großen Druck. Eminent wichtig wäre es aber doch, dass sich die Barisic-Truppe am Samstag gegen Schlusslicht HSG Rintheim/Weingarten zwei weitere Punkte sichert.

In der Landesliga steht dem TV Ispringen bereits am heutigen Freitag beim TV Wössingen eine Nagelprobe bevor. Für den Gastgeber vom Walzbachtal ist der Vergleich mit den "springs men" nicht nur ein Prestige-Duell, sondern auch die wohl letzte Chance selbst noch mit ins Meisterschaftrennen einzugreifen. Dennoch sieht man in Ispringen der Begegnung mit Gelassenheit entgegen. Die Mannen von Lothar Johann haben zuletzt im Spiel gegen Langensteinbach mit mehr als 40 Einschüssen Durchschlagskraft bewiesen und zudem ist in Wössingen mit Christian Apel, der zuletzt pausierte, auch noch ein weiterer Torjäger wieder mit von der Partie.

Für die TGS Pforzheim II wäre es wichtig, im Aufsteiger-Duell mit der TS Durlach wieder einmal voll zu punkten. Nach den zuletzt gezeigten Vorstellungen traut man aber eher dem Gegner aus Karlsruhe Sieg und Punkte zu.

In der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen kam bei der HSG Pforzheim der Ärger über die unnötige Niederlage bei Deizisau/Denkendorf noch einmal hoch, als die Niederlage der TS Ottersweier beim TV Holzheim bekannt wurde. Dadurch sind die "Schlupf-Wespen" zwar an der Tabellenspitze geblieben, haben allerdings eine Steilvorlage ungenutzt gelassen, sich deutlicher abzusetzen. Am Samstag sollte im Heimspiel gegen den TV Weingarten nunmehr aber nichts anbrennen, denn mit dem Team aus Oberschwaben stellt sich das Tabellenschlusslicht in der Fritz-Erler-Halle vor. Dennoch sollte man im Lager der HSG nicht übersehen haben, dass sich Weingarten am letzten Spieltag, den ersten Saisonsieg sicherte, der mit 37:22 Treffern gegen Schenkenzell/Schiltach auch noch überaus komfortabel ausfiel.

In der Badenliga der Frauen steht der SG Pforzheim/Eutingen wieder einmal eines der weniger Erfolg versprechenden Heimspiele bevor, denn mit der TG Neureut gibt eine der routiniertesten und zudem auch der spielstärksten Mannschaften der Liga die Visitenkarte ab. Da wird es ganz schwer werden, einen oder gar zwei der dringend benötigten Punkte in der Konrad-Adenauer-Halle zu halten.

Gar nicht gut sieht es für die beiden Frauen-Landesligisten aus. Dies gilt vor allem für Aufsteiger SG Pforzheim/Euitngen II, der im Kellerderby gegen den TV Neuthard endlich die ersten Pluspunkte unter Dach und Fach bringen muss. Die HSG Pforzheim II hat im Reservisten-Vergleich gegen die TG Neureut II ebenfalls eine Hausaufgabe. Ein Persilschein ist das Heimrecht aber nicht, denn auch in den Reihen von Neureut II steckt viel Erfahrung.

In den Pforzheimer Handball-Kreisligen stimmt man sich wohl schon auf die Weihnachts-pause ein, denn sowohl in der 1. als auch 2. Kreisliga der Männer als auch in der Kreisliga der Frauen wird jeweils nur eine Begegnung ausgetragen.

In der 1. Kreisliga sollte Spitzenreiter HC Neuenbürg II mit dem TV Brötzingen kaum Probleme bekommen. In Brötzingen baut man zur Zeit zwar wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf, der Halbzeitmeister dürfte allerdings derzeit noch eine Nummer zu groß sein. In der 2. Kreisliga will der TV Birkenfeld beim Vergleich mit der SG PSV Pforzheim/TSV Wiernsheim seine Titelansprüche weiter untermauern.

In der Kreisliga der Frauen will sich Blau-Gelb Mühlacker im Spiel gegen die SG Oberder-dingen /Sulzfeld II für die erst in der Vorwoche erlittene Vorrundenniederlage revanchieren.

Gespielt wird auch dreimal in der 1. Runde des Kreispokals. Der Knüller ist hierbei das Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Knittlingen und Blau-Gelb Mühlacker. Im Liga-Verbleib haben sich die Blau Gelben vor eigenem Anhang seinerzeit sicher durchgesetzt. Dies ist aber noch lange kein Grund zur Annahme, dass die Senderstädter auch diesmal den Sieger stellen, denn die Fauststädter dürfen diesmal in eigener Halle auflaufen. Der nach dem Trainerwechsel wieder erstarkte TV Calmbach sollte bei 2.Ligisten SG PSV Pforzheim/TSV Wiernsheim vor keinen allzu großen Problemen stehen.