Brigachtal Storch ist dieses Jahr früh von Winterquartier zurück

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Von Jennifer Schwörer

Brigachtal. Der Storch ist zurück in Brigachtal. Er ist dieses Jahr früh dran. Der Storch hat wieder sein Nest auf dem Hochspannungsmast in Kirchdorf bezogen. Nach einem kräftezehrenden Rückflug von seinem Winterquartier in Afrika oder Südspanien muss er jetzt erst wieder neue Kräfte tanken.

Würmer und Mäuse zählen zur Zeit zu seinen Hauptnahrungsmitteln, vielleicht auch schon der ein oder andere Käfer. Der "Storchenvater" der Region, Friedrich Widmann, weiß, dass häufig die Männchen zuerst zurückkehren, um sich das Nest zu sichern und zu besetzen. Und um zu bestimmen, wo gebrütet wird.

Erst nach 14 Tagen oder drei Wochen folgt das Weibchen nach. Manche Störche fliegen aber auch als Paar zurück. Von den Störchen im Schwarzwald-Baar-Kreis wisse man, dass diese sich auf ihren Reisen dem Westzug anschließen, erklärt Friedrich Widmann. Dieser zieht von Deutschland aus über Frankreich nach Spanien. Die Jungstörche fliegen über Gibraltar nach Afrika. Viele ältere Störche bleiben in Südspanien.

Der Ostzug fliegt über den Balkan, die Türkei, den Sinai und zieht dann übers rote Meer, um nach Afrika zu gelangen. Viele Störche verenden jedoch bei ihrer Reise über das rote Meer, denn dort haben sie keinen oder nur sehr wenig Auftrieb. Das macht den Flug viel zu anstrengend.

Die kürzere Strecke über Gibraltar sei hingegen kein Problem. Meistens kehren sie im Februar dann wieder an die Orte zurück, an denen sie auch schon in den Jahren zuvor waren. Vorausgesetzt, sie finden unterwegs nichts besseres oder sie verlieren nicht im Streit gegen einen anderen Storch, der das Nest für sich beansprucht.

Mit Nachwuchs ist Ende April, Anfang Mai zu rechnen, je nach Witterung und je nachdem wie wohl sich die Störche in ihrem Domizil fühlen. Vor dem 25. April sei jedoch kein Schlupf bekannt, berichtet Friedrich Widmann. Der Nachwuchs, der im vergangenen Jahr in Kirchdorf geschlüpft ist, muss sich ein neues Nest suchen, denn Störche bleiben nicht im Familienverbund. Schon bald nachdem der Nachwuchs flügge wird, trennt er sich von den Eltern.

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