Bösingen - Mit einem überraschenden 2:2-Unentschieden beim SV Böblingen hat der VfB Bösingen nach zuletzt zwei Niederlagen, am ersten Rückrundenspieltag der Verbandsliga wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben.

Dabei waren die Voraussetzungen für den VfB Bösingen bis zum Sonntagnachmittag alles andere als Optimal. Nach dem Wintereinbruch zu Wochenbeginn beschränkten sich die Trainingseinheiten der VfB-Akteure auf Laufarbeit neben dem Platz. Dagegen konnte die Böblinger Mannschaft von A-Lizenz-Inhaber Mario Estasi auf dem Kunstrasen trainieren und war zudem vom 3:2-Sieg gegen den Tabellenführer FC Heidenheim II noch beflügelt.

So gesehen hätte der VfB Bösingen nichts dagegen einzuwenden gehabt, wenn die Partie in Böblingen abgesagt worden wäre, da VfB-Trainer Richard Maier Jan Ketelhut, Chris Schmitz und Lukas Roth wegen Verletzungen nicht zur Verfügung standen. Also setzten die Böblinger alles daran, um die Partie durchführen zu können, zumal der SVB-Coach auch in Bestbesetzung auflaufen konnte.

Aber rechtzeitig zum Spielbeginn um 14.30 Uhr setzte in Böblingen heftiges Schneetreiben ein. Doch mit den frostigen Temperaturen, dem Schneefall und dem dadurch schwer bespielbaren Kunstrasen kamen die VfB-Akteure weitaus besser zurecht, als der Tabellenachte.

Der Mannschaft war auch klar, dass sie mehr bieten musste, als zuletzt beim 0:3 in Bonlanden, aber sicherlich auch mehr als beim 1:4 im Hinspiel am 18. August. Dessen waren sich Trainer und Spieler bewusst. Aber wie schon so oft in dieser Saison, nahm das Spiel für den VfB einen ungünstigen Verlauf. Bösingen war die aktivere Mannschaft, hatte die besseren Torchancen, doch den Führungstreffer erzielte wieder einmal der Gegner.

Besonders ärgerlich für den VfB, weil dieser Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht hätte zählen dürfen. Doch die Bösinger-Akteure ließen sich nicht hängen. "Ich muss die Mannschaft für die Einstellung, Leidenschaft und vor allem für die spielerische Leistung ein großes Lob zollen", sagte Richard Maier.

Als Manuel Bantle kurz vor der Pause das längst fällige erzielen konnte, kam die Verletzung von Florian Haag. Dadurch erfolgte die kurzzeitige Verwirrung, bei der leichtfertig ein Einwurf verursacht wurde, und diese nutzten die Gastgeber eiskalt zum 2:1 aus. Aber auch von diesen erneuten Nackenschlägen ließ sich Bösingen nicht aus der Bahn werfen, war der Ausgleich durch Tobias Müller mehr als verdient.

"Meine Spieler wollten beim SV Böblingen nicht wie in den letzten Spielen nur Lob und Anerkennung vom Gegner, sondern auch Punkte, und das hat die Mannschaft in Halbzeit zwei auch eindrucksvoll gezeigt", freute sich der Bösinger Trainer.

Dagegen war SVB-Trainer Mario Estasi nach dem Schlusspfiff richtig angefressen und sagte: "Wir haben die Einstellung zum Platz nicht gefunden und im Mittelfeld haben wir viel zu wenig Zweikämpfe gewonnen. Diesen Punktgewinn hat sich Bösingen redlich verdient."