"Land unter", hieß es am vergangenen Wochenende in vielen Teilen des Landes. Am Nachmittag noch hatte man sich vor lauter schwüler Hitze kaum bewegen können, wenige Stunden später dann der meteorologische Supergau: orkanartige Sturmböen, peitschender Regen, Hagel und Blitze im Sekundentakt. Mittendrin Menschen, die der Willkür der Natur hilflos ausgeliefert waren. Straßenfeste und Märkte, deren Charakter innerhalb kürzester Zeit zerstört wurde. Sportplätze, die durch den Regen unbespielbar wurden und Wälder, in denen man wegen herumliegender Äste erst mal nicht mehr joggen gehen kann.

"Wetterextreme aller Art nehmen in den nächsten Jahren zu", bestätigte diese Woche ein Meteorologe im Gespräch mit dieser Zeitung. Klar, wir hatten es ja schon befürchtet und es wird sowieso viel über den Klimawandel diskutiert. Aber ist das, was derzeit passiert, wirklich ein Resultat dessen, was unsere Eltern und Großeltern in den vergangenen Jahrzehnten falsch gemacht haben? Zum Teil sicherlich.

Doch nur darüber zu reden ist längst nicht mehr genug. Da helfen keine Konferenzen, Abkommen und Beschlüsse der großen Politik, sondern da hilft jeder Einzelne. Deshalb liegt es jetzt an uns, verantwortlicher mit unserer Umwelt umzugehen. Leichter gesagt als getan, doch auch ein kleiner Beitrag ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Und die heißt in diesem Fall: Jetzt schon dran denken, wie es einmal unseren Kindern gehen soll - selbst wenn die noch lange nicht geboren sind. Science-Fiction-Filme über eine Welt ohne Natur und frische Luft sehen wir uns vielleicht gerne mal im Kino an. In solch einer Welt eingekesselt leben aber wollen wir alle nicht - genauso wenig wie die Menschen der Zukunft.