Balingen - Den positiven Trend des 31:30-Auswärtssiegs beim TuS N-Lübbecke bestätigen und dennoch nicht unnötig viel Pulver verschießen – so lautet das Motto beim Handball-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten, wenn er am Sonntag beim HSV Hamburg (15 Uhr, O2-World) antritt. Denn eines ist klar: Der Fokus liegt bei den Schwaben schon jetzt auf dem Heimspiel in einer Woche gegen den Tabellenvorletzten TV Großwallstadt – eines jener Duelle dem im Kampf um den Klassenerhalt entscheidende Bedeutung zukommt.

»Dennoch wollen wir in Hamburg das Bestmögliche herausholen. Sollte der HSV aber sein ganzes Potenzial abrufen, wird es für uns nur um Schadensbegrenzung gehen«, sagt HBW- Trainer Rolf Brack. Der Tabellenzwölfte wird mit demselben Kader auflaufen wie in Lübbecke, allerdings mit einem komplett genesenen Daniel Wessig.

Ansonsten hat sich die Personalsituation bei den Schwaben nicht verändert. Für Torhüter Matthias Puhle (Kreuzbandriss) ist die Saison gelaufen. Erst während der WM-Pause ab Januar werden Wolfgang Strobel (Knieverletzung), Sascha Ilitsch, Fabian Gutbrod und Mario Vuglac (alle Schulterverletzung) zurück erwartet. »Dann haben wir vier Wochen Zeit, um sie zu reintegrieren«, so Brack. Einzig Goalgetter Roland Schlinger könnte schon früher zurückkehren. Er soll schon in der kommenden Woche einen ersten Trainingsversuch unternehmen und möglicherweise gegen Großwallstadt wieder auflaufen. Doch das ist Zukunftsmusik.

Zunächst steht die Partie beim HSV auf dem Plan, und die Hanseaten, in der Saison 2009/10 immerhin Meister, haben in dieser Spielzeit schon nahezu jede Chance auf den Titel verbummelt. Zuletzt setzte es für das Team von Trainer Martin Schwalb in der Bundesliga eine 26:34-Klatsche in Göppingen, und so liegt der HSV als Tabellensechster mit 16:10 Punkten weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. »Der HSV ist für mich nach dem THW Kiel die am besten besetzte Mannschaft der Liga und muss sich gegen uns rehabilitieren. Deshalb wird Hamburg das Spiel nicht zu locker angehen«, so Brack.