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Baiersbronn Großer Bahnhof an ländlichem Bahnübergang

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Dreharbeiten in Röt: Regisseur Markus Goller (sitzend) mit den Schauspielern Lars Eidinger und Sesede Terziyan. Das am Bahnübergang haltende Taxi wird mit der Kamera von oben gefilmt. Fotos: Michel Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Schranken am Bahnübergang sind geschlossen. Davor ein Taxi. Der Fahrgast hat es offenbar eilig. Doch: Das Taxi rollt erst seit der Tankstelle Ziefle auf eigenen Rädern, der Fahrgast ist der Schauspieler Lars Eidinger. Dreharbeiten für den Kinofilm "25 km/h" in Röt.

Baiersbronn-Röt. Hochbetrieb bei der Tankstelle Ziefle – Lastwagen, Kleintransporter, ein Taxi auf einem Trailer, ein Food-Truck und Menschen, die an Biertischen zu Mittag essen – Hähnchen im Kräutermantel, Erbsen-Tomaten-Risotto, Salate... Markus Gödecke von den Cooking Brothers macht’s möglich, dass hier richtig was auf die Tische kommt – auch wenn die Tankstelle quasi wie eine einsame Insel mitten in der Bundesstraßen-Baustelle liegt.

Gedreht wird eine Szene für den Kinofilm "25 km/h". Das eher gemächliche Tempo steht für ein Roadmovie mit Mofas. Die Komödie erzählt von den Brüdern Christian (43) und Georg (45), die sich im Schwarzwald auf der Beerdigung ihren Vaters wieder treffen, nachdem sie sich fast 30 Jahre nicht gesehen haben. Der eine – Christian – heute ein Top-Manager, der andere – Georg – ein Tischler, der im Schwarzwald geblieben ist. Die beiden sind sich fremd geworden. Nach der Beerdigung und dem Leichenschmaus beschließen die Brüder im Suff, eine Idee aus ihrer Jugend in die Tat umzusetzen – mit ihren alten Mofas quer durch Deutschland zu fahren. So beginnt eine Reise voller aufregender Höhen und dramatisch-komischer Tiefen, eine Reise vom Schwarzwald bis nach Rügen, heißt es in der Zusammenfassung der Handlung. Übrigens: Auch bei der Retro-Tankstelle auf dem Kniebis wurde bereits für den Film gedreht – sie ist eine Station auf der Mofa-Reise.

Die Szene, die in Röt gedreht wird, spielt noch ganz am Anfang der Geschichte: Christian (Lars Eidinger) ist auf dem Weg zur Beerdigung. Er sitzt im Taxi und ist zu spät dran, und dann geht auch noch die Schranke runter. Ob sie nicht einfach an den Schranken vorbeifahren könnten, fragt Christian die Fahrerin (Sesede Terziyan). "Es ist die Begegnung zwischen zwei Menschen, die sich beim Warten für kurze Zeit verbünden", fasst Produktionsleiter Felix Leitermann die Szene zusammen.

Die Aufnahmen, in denen die beiden im fahrenden Taxi zu sehen sind, sind auf dem Trailer gedreht. "So müssen sich die Schauspieler nicht auf den Verkehr konzentrieren", erklärt Leitermann. Fahraufnahmen im Film seien immer kompliziert.

Der Aufwand bei den Dreharbeiten ist groß. Rund 60 Leute vom Filmteam, das insgesamt aus etwa 100 Personen besteht, sind mit dabei in Röt. Dort sind aber noch mehr Menschen eingebunden. Die Bauarbeiter zum Beispiel, die mit Rücksicht auf den Dreh an anderer Stelle weiterarbeiten, Personal von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft und Bernd Ziefle, der das Gelände seiner Tankstelle für die Crew zu Verfügung gestellt hat. Er nimmt den Umtrieb gelassen: Sei ja nur ein Tag und grad eh egal wegen der Baustelle.

Der Film lässt die Crew weit rumkommen, gedreht wird in verschiedenen Bundesländern. Denn, so Leitermann: "Ein Roadmovie muss ja auch die Veränderung der Landschaft zeigen."

Nach dem Mittag ist es an der Tankstelle ruhig geworden, dafür herrscht Hochbetrieb am Radweg in Röt beim Bahnübergang Staatsbrücke. Alles ist vorbereitet. Die Stimmung ist konzentriert und locker zugleich. Dann tuckern zufällig ein paar Mofas vorbei – wenn das kein gutes Omen für das Roadmovie ist, das im September 2018 in die Kinos kommt.

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