Bad Wildbad Häufig geht es um Konflikte

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Was leistet die Schulsozialarbeit? Darüber wurde in der Bad Wildbader Sitzung des Verwaltungs-, Sozial- und Tourismusausschusses informiert.

Bad Wildbad. Sozialarbeiterin Diana Ehnis und ihr Kollege Daniel Bauer von der Bruderhaus Diakonie, die seit Januar 2014 Träger der Sozialarbeit an den Bad Wildbader Schulen ist, stellten ihre Tätigkeit vor.

Präventive Angebote und eine Beratung bei akuten Krisen gibt es in der Fünf-Täler-Schule (FTS), dem Goßweiler Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) und am Enztalgymnasium. Schüler, Eltern und Lehrer können diese in Anspruch nehmen. Der größte Gesprächsbedarf zeigt sich in den Klassen fünf und sechs. In vielen Fällen ist die Beratung nach wenigen Treffen abgeschlossen, in anderen Fällen werden die Schüler über einen längeren Zeitraum begleitet.

Themen sind sehr vielfältig

Die Themen der Beratung sind sehr vielfältig. Häufig geht es um Konflikte mit Mitschülern, herausforderndes Verhalten, familiäre Belastungen, Mobbing, Konflikte mit Lehrkräften, schulische Leistungen oder Schulangst – seltener auch um selbstverletzendes Verhalten und Suizidgedanken.

Verschiedene Konzepte wurden erstellt und Kooperationen eingerichtet – so der Klassenrat, ein Konzept zur Förderung der Mitbestimmung und Teilhabe aller Schüler innerhalb des Klassenverbandes. Auch soziales Kompetenztraining oder der "No Blame Approach" (wörtlich übersetzt "Ansatz ohne Schuldzuweisung"), ein Ansatz zur Mobbingintervention, sollen den Umgang miteinander verbessern.

Projekte stehen kommendes Schuljahr an

Ab dem kommenden Schuljahr wird die Schulsozialarbeit neben dem Projekt "Gemeinsam Klasse sein" auch die Einführung des Klassenrats in den Stufen fünf und sechs begleiten und das Präventionsprogramm "Mach’s mit" im achten Schuljahr anbieten.

Als Kooperation auf kommunaler Ebene gibt es einen runden Tisch mit Stadt, Schule und Jugendamt. Die Sozialarbeiter wünschen sich eine stärkere kommunale Vernetzung. Aus der Ratsrunde gab es allseits Dank und Anerkennung für die Arbeit der beiden. Rita Locher (FW) sagte, die Schulsozialarbeit sei eine Bereicherung der Schulen. Auch der Wunsch nach einem eigenen Büro wird vom Gremium unterstützt.

Man müsse prüfen, was kurzfristig machbar sei, meinte Bruno Knöller (SPD). Mit Blick auf die Kosten beklagte Rainer Weiß (CDU), dass diese nicht vom Land übernommen würden. Er wollte wissen, ob die beiden Sozialarbeiter die Anforderungen personell auch abdecken könnten, oder ob man mehr benötige. Ehnis sagte, bei den derzeitigen Fallzahlen komme man zurecht, es seien alle Bereiche abgedeckt.

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