Bad Rippoldsau-Schapbach Bürokratie macht zu schaffen

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Die Bewirtschafter präsentierten, wie etwa ein funkgesteuertes Raupenmähgerät (links) funktioniert. Foto: Schmid Foto: Schwarzwälder-Bote

Aus der Praxis berichteten die Wiesenbewirtschafter am Kupferberg. Rund 150 Zuhörer waren mit Bussen auf 733 Meter Höhe gebracht worden.

Bad Rippoldsau-Schapbach. Bei der Exkursion am Landschaftspflegetag in Bad Rippoldsau-Schapbach kamen die Themen Trockenmauern, Offenhaltung der Mindestflur, die Umsetzung der Natura 2000 und die Pflege von Steilflächen zur Sprache.

Die Wiesenbewirtschafter vom Kupferberg berichteten, wie die Flächen früher und heute bewirtschaftet wurden und werden. Sie erzählten über ihre Erfahrungen bei der Offenhaltung der oft steilen und nassen Wiesen durch Damwild, über ihre Erfahrungen mit der Beweidung und der FFH-Wiesenbewirtschaftung. Ebenso war die Nutzung als Wiese und Mähweide Thema. Ein Großteil der Nebenerwerbsbetriebe seien bis in die 90er-Jahre noch Selbstversorger gewesen, berichteten die Kupferberger.

Gut 160 Hektar Mähwiesen würden in der Gemeinde noch bewirtschaftet, sagte Gert Falkenstein, der stellvertretende Leiter des Landwirtschaftsamts Freudenstadt. Dem Amt liege die Landwirtschaft und die Offenhaltung der Landschaft im oberen Wolftal am Herzen, betonte er.

Allerdings gehe der Trend dahin, dass immer mehr Flächen aufgrund der großen Arbeit und Kosten nicht mehr gepflegt würden. Auch besteht bei einigen Grundstücksbesitzern Frust, weil die Grundsteuer A um 50 Prozent von der Gemeinde angehoben wurde.

Außerdem hieß es seitens der Bewirtschafter, dass sie sich nicht nur wegen der hohen Kosten bei der Flächenoffenhaltung und der nur geringfügigen Förderung durch das Land, sondern auch wegen der Bürokratie bei den Anträgen für die Zuschüsse überlegen, die Nebenerwerbslandwirtschaft aufzugeben.

Dazu komme, dass für die Geländeoffenhaltung ein großer Maschinenpark notwendig sei und der Maschinenunterhalt in keinem Verhältnis zu der Mähprämie stehe. Der Stundenlohn für die Offenhaltung liege gerade bei 5,50 Euro, sodass die Wieseneigentümer einen großen Betrag für die Offenhaltung der Wiesenfläche aufbringen müssen.

Am Schluss der Exkursion wurden verschiedene Geräte für die Offenhaltung der Landschaft am Steilhang vorgeführt. Zu sehen waren ein Raupenmähgerät mit Funk, Heuraupen, Mulcher und Heuwender.

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