Bad Herrenalb Hotel am Kurpark wird verkauft

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Das Hotel am Kurpark in Bad Herrenalb steht seit einem Jahr leer. Foto: Kugel

Bad Herrenalb - Im November 2016 war ein Notartermin geplant. Allerdings gehört das Hotel am Kurpark weiterhin der Evangelischen Heimstiftung in Stuttgart. Ein türkischer Investor möchte aber nach wie vor die Immobilie in Bad Herrenalb kaufen.

Dem Vernehmen nach ist jetzt Ende Januar ein Termin mit dem Notar geplant.

Ende Oktober vorigen Jahres gab es ein Gespräch vor Ort. Es wurde darüber informiert, dass Hotelier Hüseyin Aydogan aus der Türkei beabsichtigt, das leer stehende Hotel am Kurpark an der Kurpromenade im Zentrum von Bad Herrenalb zu kaufen.

Neben dem Investor nahmen daran Peter Frietsch aus Baden-Baden, Architekt Danny Azakir aus Baden-Baden und Bad Herrenalbs Bürgermeister Norbert Mai teil.

Aufschlussreiche Gespräche

"Wir sind in Verhandlung mit der Evangelischen Heimstiftung. Es sind sehr konstruktive, offen geführte Verhandlungen. Wir sind mit den Gesprächen sehr zufrieden. Die Abwicklung steht kurz bevor", sagte Frietsch, der Aydogan in Deutschland vertritt. Mehrfach habe man sehr aufschlussreiche Gespräche mit Rathauschef Mai geführt. Noch im November solle der Notartermin sein. Die Höhe des beabsichtigten Kaufpreises wurde nicht genannt.

Frietsch stellte den Investor als Eigentümer des Nashira Resort Hotel & Aqua-Spa in Side bei Antalya/Türkei vor. Außerdem kaufte Aydogan das ehemalige Hauptquartier der französischen Streitkräfte in Baden-Baden, um es in ein Hotel umzubauen.

Bauantrag zugestimmt

Äußerst erfreut zeigten sich die Mitglieder des Technischen Ausschusses in Bad Herrenalb im November 2016 darüber, dass man einen Käufer für das Objekt Hotel am Kurpark gefunden habe, der die Immobilie weiterhin als Hotel mit Café und Restaurant betreiben wolle.

Somit herrschte Einstimmigkeit, dem Bauantrag zur Veränderung im Innenbereich zuzustimmen. Sollen doch in den Zimmeretagen durch das Versetzen von Wänden und unter Einbeziehung der Aufenthaltswinkel je zwei Zimmer mehr entstehen – weg vom Appartmentcharakter hin zu reinen Hotelzimmern mit Nassraum. Im Bereich der Fassaden – also nach außen­ – sind keine baulichen Veränderungen geplant.

Im Untergeschoss, auf Ebene der Tiefgarage, soll des Weiteren ein bereits vorhandener Raum in ein kleines Café (circa 32 Quadratmeter) umgenutzt werden. Der Eingang ist über die schon vorhandene Außentür zur Kurpromenade hin vorgesehen.

Wichtiges Anliegen der Ausschussmitglieder war seinerzeit der Verbleib der Sozialstation in ihren Räumlichkeiten. Dies sei vertraglich zugesichert, erklärte Stadtoberhaupt Mai.

Konzept geht nicht auf

Zur Erinnerung: Das Hotel am Kurpark wurde in den Jahren 2006 bis 2008 gebaut und am 25. April 2008 eröffnet. Bauherr war die Paulinenpflege Winnenden, die das Haus zusammen mit der Reha Südwest für Behinderte gGmbH aus Karlsruhe betrieb. Das barrierefreie Hotel der Kategorie "Vier Sterne" hat 61 Zimmer und 156 Betten. Zur Ausstattung gehören: Restaurant, Tagungsräume, Saunabereich, Bar, Kaminzimmer, Weinkeller und weitere Räume. Neben klassischen Urlaubs- und Geschäftsreisenden war das Hotel in zentraler Lage auch auf pflegebedürftige Menschen eingerichtet, die mit ihren Angehörigen verreisten. Die Diakonie- und Sozialstation mietete dazu Räume im Hotel an. Dieses Konzept ging nicht auf.

Das Hotel wurde im Herbst 2015 verkauft am 6. Januar 2016 geschlossen. Neuer Eigentümer: die Evangelische Heimstiftung in Stuttgart. Sie wollte daraus ein Wohnstift ("WohnenPlus") machen.

Mehrheitlich dagegen

Der Gemeinderat war aber von dem Konzept nicht zu überzeugen. Das Haus steht deshalb bislang leer. In der entscheidenden Sitzung im November 2015 sprach sich das Gremium mehrheitlich gegen die erforderliche Nutzungsänderung aus.

"Es wäre ein tolles und innovatives Projekt geworden, das wir schnell hätten realisieren können und das ganz sicher zu einer Belebung der Stadtmitte beigetragen hätte", resümierte damals Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung.

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