Bad Dürrheim - Mit dem Weihnachtsgeschäft ist der Handel in Bad Dürrheim zufrieden. Die Nachfrage sei ähnlich groß wie in den Vorjahren, meint Andrea Kanold, Sprecherin des Forums Innenstadt.

Einkaufen würden die Leute, "als ob die Welt untergeht", erinnert sich Kanold an die vergangenen Tage. Die vielen Feiertage am Stück würden Kunden nutzen, um zuvor ihre Lebensmittelvorräte aufzufüllen. Kanold, selbst Apothekerin, freut sich auch über die vielen Kunden in ihrem Geschäft. Im Trend lägen derzeit Apotheken-Gutscheine und Körperpflegemittel als Geschenke unterm Weihnachtsbaum.

Die Erfahrung lehrt Kanold, dass nach Heiligabend erneut viele Menschen die Apotheke aufsuchen, um sich mit Magen-Darm-Mitteln zu behelfen. Denn über die Festtage werde häufig zu fett, zu süß und zu ausgiebig gegessen.

Über das Einkaufsverhalten der Kaufland-Kunden in Bad Dürrheim weiß Pressesprecherin Andrea Kübler bescheid. Großgeflügel werde gerne mitgenommen, auch "hochwertige Lebensmittel" wie Wein und Sekt würden zur Weihnachtszeit verstärkt verlangt. Dank der verlängerten Öffnungszeiten entzerre sich aber der verstärkte Andrang. Von dem Geschäftsführer eines anderen Einkaufsmarktes im Gewerbegebiet Bad Dürrheim war zu erfahren, dass die schneereichen Tage Mitte Dezember manche Kunden vom Einkauf abgehalten hätten. Dieser Umsatzverlust sei schwer wieder wettzumachen. Aber ansonsten sei auch er mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Delikatessen wie Hummer oder Pasteten seien beliebt. Gut angenommen würden auch Aktionen zur Kundenbindung wie Rabattkarten. Für volle Rabattkarten gebe es dann Kochtöpfe zu ermäßigten Preisen.

Wenn ein Kunde gar nicht wisse, was er schenken solle, helfe man gerne weiter. Der Markt stelle dann einen hübsch verpackten Lebensmittelkorb zusammen.

Auch für das Handwerk sind es gute Zeiten. Malermeister Jürgen Rebholz, zugleich zweiter Vorsitzender des Gewerbevereins Bad Dürrheim, ist mit der Auftragslage sehr zufrieden. Anderen Handwerkern gehe es ähnlich. Das ganze Jahr über habe es viele Aufträge gegeben. Möglicherweise sei auch die Euro-Krise daran schuld. Manch einer wolle aus Furcht vor einer Entwertung seines Geldes lieber in Immobilien investieren, ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder ein Sanierung realisieren.

Das Handwerk blicke auch zuversichtlich ins neue Jahr. So gebe es bereits etliche Aufträge für 2013, meint Jürgen Rebholz.