Bad Dürrheim (rtr). Der letzte Schultag vor den Ferien führt nach Meinung von Arno Engesser jedes Mal zu einem "ökologischen Wahnsinn". Heute sei es wieder so weit. So rechnet er an der Realschule am Salinensee mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen, wenn die Schüler in die Weihnachtsferien entlassen werden. Die Buskapazitäten würden "hinten und vorne nicht ausreichen" und deshalb viele Eltern mit ihren Autos anfahren, um die Schüler abzuholen. Das Ganze sei eine "organisatorische Fehlleistung". "Zudem haben wir zahlenden Eltern ein Recht darauf, dass die Beförderung immer funktioniert."

Das Landratsamt räumt ein, dass "in einigen Fällen" die Schüler nach einem vorzeitigen Schulschluss "einige Zeit" auf die nächste fahrplanmäßige Verbindung warten müssten. Sondertransporte würden in diesen Fällen nicht eingesetzt, erklärt Pressesprecherin Julia Weiss und begründet das damit, dass es keine "reinen Schülerbusse" mehr gebe, die völlig losgelöst vom übrigen Nahverkehr unterwegs seien. Alle Bus- und Zugfahrten seien landesweit aufeinander abgestimmt. Daher würden die Busse auch am Freitag fahrplanmäßig fahren, denn der Freitag sei einheitlich in Baden-Württemberg ein Schultag, auch wenn es teilweise Abweichungen wie in Bad Dürrheim gebe. Außerdem sei das Kontingent an Bussen begrenzt. Wenn viele Faktoren zusammenkämen, könne "das beste System" ins Stocken geraten, wirbt Weiss um Verständnis, wenn es "in Teilbereichen" mal nicht so gut laufe. Jedoch funktioniere der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreisgebiet "insgesamt gut". Die Realschule war gestern Nachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Der Rektor der Grund- und Werkrealschule Bad Dürrheim, Heinz Kriebel, entgegnete, bislang sei nie von Chaos die Rede gewesen. Die Buskapazitäten würden in der Regel ausreichen. Durch den gleichzeitigen Schulschluss heute nach der fünften Stunden seien aber tatsächlich mehr Eltern vor Ort, um ihre Kinder abzuholen. Das sorge für "etwas chaotische Zustände". Das sei aber nach 15 Minuten erledigt.