Altensteig (Württ.) Zurzeit geht’s ohne private Räume

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Mitarbeiter der Altensteiger Stadtwerke erledigen Elektroarbeiten in der Flüchtlingsunterkunft. Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder-Bote

Altensteig. Bis jetzt hat Altensteig vom Landkreis Calw keine weiteren Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Damit bleibt es vorerst bei 60 Asylbewerbern aus Nordafrika und Südosteuropa. Unabhängig von dieser Entwicklung wird das Gebäude Hohenbergstraße 39-41 saniert.

Untergebracht sind die Flüchtlinge in der Oberen Talstraße, in der Wilhelmstraße und in einer Privatwohnung in der Kernstadt, außerdem in Überberg und Walddorf. Dort sind inzwischen zwei vierköpfige Familien vom Balkan freiwillig ausgezogen und in ihr Heimatland zurückgekehrt, weil die Chancen auf ein Bleiberecht in Deutschland minimal waren. Die frei gewordenen Räume in der Freudenstädter Straße sind mit einer achtköpfige Familie aus Syrien belegt worden. Aufrufe an die einheimische Bevölkerung, Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, "erübrigen sich zurzeit", sagt Hauptamtsleiter Thomas Bräuning, was sich angesichts der politischen Großwetterlage aber rasch wieder ändern könnte.

Die Kommune hatte die Hohenbergstraße 39-41 für Vereine, die Volkshochschule Oberes Nagoldtal und das Jugendhaus angemietet. Als der Eigentümer, die Firma Boysen, der Stadt das Gebäude kostenlos überließ und für das Grundstück ein 40 Jahre geltendes, unentgeltliches Erbbaurecht vereinbarte, wurde vom Gemeinderat die Nutzung als Anschlussunterbringung von Flüchtlingen beschlossen und ein Zuschussantrag aus dem Landesförderprogramm gestellt. Genehmigt wurden 25 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten von 330 000 Euro (inklusive Möblierung). Folglich muss die Stadt 247 000 Euro aus Eigenmitteln aufbringen. Geplant sind dort acht Wohnungen für je vier Personen sowie Lagerräume und ein Büro für den Flüchtlingsbeauftragten, Diakon Gerd Gauß von der evangelischen Kirchengemeinde Altensteig.

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