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Albstadt Wenn es Müll und Gift regnet

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Von Karina Eyrich

Kunst aus der Biotonne? Das funktioniert, wie eine Ausstellung von Schülern der Walther-Groz-Schule im Maschenmuseum zeigt. Sie ist noch bis Ende April zu sehen und lohnt einen Besuch.

Albstadt-Tailfingen. Mit dem, "was man gemeinhin in einem Museum erwartet", wie Museumsleiterin Susanne Goebel es formuliert, haben es die Besucher des zweiten Stockwerks im Maschenmuseum derzeit nicht zu tun, denn dort ist die Ausstellung "Biotonne" zu sehen. Initiiert haben sie Jana Kästle und Kim Pannewitz, Schülerinnen der Walther-Groz-Schule, zusammen mit Kunstlehrer Friedrich Zimmermann – und damit mehr als 50 Schüler der Kunstkurse, die meist in Gruppen aktiv waren, animiert, Kunstwerke aus Abfall zu schaffen. Das Ziel: Die Schüler sollen Zugang zu Umweltproblemen finden und Mensch und Natur einander näher bringen.

Besonders originell war die Aufgabenstellung: Aus dem Ergebnis – also dem Bild oder der Skulptur – sollte ersichtlich sein, dass der oder die Künstler sich tatsächlich in der Natur aufgehalten haben. Außerdem waren längst nicht alle Materialien erlaubt. Zum Einsatz kommen durften nur Abfälle aus der Natur, Naturmaterialien wie Blätter, Steine und Stöcke sowie Farben, Schere, Klebstoff und Papier – und der Fotoapparat. Daraus entstehen sollten wahlweise Collagen, Skulpturen, ein Webrahmen oder eine gestaltete Biotonne, wie jene, mit der Nikolina Timpf, Sophia Böckler und Monika Stipic den zweiten Platz belegt haben. Titel ihres Werks: "The poison of people" – das Gift des Menschen. Für die Sieger-Skulptur "Konsumkindheit" hat Merve Arslankaya Plastiktüten mit Labels verwendet. Dass ihr Konsumkind ein bisschen lust- und teilnahmslos auf seinem Stuhl sitzt, scheint schon einen der Kritikpunkte der jungen Künstlerin zu implizieren. Auf Platz drei wählte die Jury – darunter Museumsleiterin Susanne Goebel und Vertreter des Fördervereins der Walther-Groz-Schule – die Gemäldecollage "Der Mensch ist fürsorglich". Jannika Bach, Marie Konzelmann und Louisa Heinzelmann geben darauf einem Gärtner eine Gieskanne in die Hand, aus der es Müll regnet – herrlich doppeldeutig.

Seit Dezember haben die Schüler an ihren Werken gearbeitet und echte Kunst geschaffen, die nicht nur ein origineller Blickfang ist, sondern vor allem zum Nachdenken anregt.

 Zu sehen ist die Ausstellung im Maschenmuseum in der Wasenstraße in Tailfingen zu den Öffnungszeiten mittwochs, samstags, sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr.

 
 

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Karina Eyrich

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