Albstadt Seit 70 Jahren in der Gewerkschaft: Das verdient Gold

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Eugen Schmid ist schon 1945 in die Gewerkschaft eingetreten. Foto: Bäckmann Foto: Schwarzwälder-Bote

Albstadt-Ebingen. Eugen Schmid, ehemals Beschäftigter bei der Firma Groz-Beckert in Albstadt, wurde vom Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Albstadt, Walter Wadehn, für seine mehr als 70-jährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft mit einem Geschenkkorb, der goldenen Ehrennadel sowie einer Urkunde geehrt. Im Mai 1945, der Zweite Weltkrieg war gerade zu Ende, trat der gelernte Maschinenschlosser Eugen Schmid nach seinem Eintritt in der Lokomotivfabrik in Aalen sofort der Gewerkschaft der Eisenbahner bei. Der Jubilar unterstrich, dass er mit dem ersten Lohn auch seinen ersten Beitrag für die wieder zugelassenen freien Gewerkschaften entrichtet habe. Es sei bei den Lokomotivbauern eine Selbstverständlichkeit gewesen, dass man sofort der Gewerkschaft beitrete. Die Lokomotivfabrik sei damals noch vom amerikanischen Militär geleitet worden, so Schmid. Es sei ausdrücklicher Wunsch der amerikanischen Besatzungsmacht gewesen, dass die Arbeitnehmer sofort einer freien Gewerkschaft beitreten sollten. Betriebsschließungen und Versetzungen war auch in den späten 1940er-Jahren keine Seltenheit. Eugen Schmid wechselte dann 1948 als Betriebsschlosser zur Maschinenfabrik Esslingen. Über seine Ehefrau, die aus Hossingen stammte, kam er dann in den Zollernalbkreis, wo er nach der Heirat bis zum Jahr 1982 bei der Firma Groz-Beckert in Albstadt zuerst als Mechaniker und zum Schluss als Kontrolleur arbeitete.

Eugen Schmid gehört damit zu den Mitgliedern der IG Metall Albstadt, die mit die längste Zugehörigkeit zur IG Metall aufweisen.

Im Gespräch Wadehns mit dem Jubilar wurde überdeutlich, wie sehr das Arbeitsleben Eugen Schmid geprägt hat, der sich heute noch an viele Einzelheiten aus seinem arbeitsreichen Leben erinnert.

  
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Karina Eyrich

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