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Albstadt Die Schüler müssen es ja wissen

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Eine der besten Lehrerinnen Deutschlands lebt und wirkt in Albstadt: Vanessa Haasis, Mathematiklehrerin an der Walther-Groz-Schule hat einen "Deutschen Lehrerpreis 2016" in der Kategorie "Schüler zeichnen Lehrer aus" gewonnen.

Albstadt. Der Brief lag im Fach im Lehrerzimmer; was darin stand, konnte Vanessa Haasis nicht ahnen, als sie ihn öffnete: Niemand hatte sie vorgewarnt; alles war hinter ihrem Rücken passiert.

Die letztjährige Abitursklasse, die 13er, die Haasis in Mathematik unterrichtete, waren im Internet auf ein Online-Formular gestoßen, auf dem Schüler ihre Lehrer für den Deutschen Lehrerpreis vorschlagen konnten – dieser wird alljährlich vom Deutschen Philologenverband und der Vodafone-Stiftung vergeben.

Sie trugen ihre Mathelehrerin ein und fügten dem Vorschlag dann noch Voten als Begründung dafür an, weshalb sie Vanessa Haasis für absolut preiswürdig hielten.

Ein Schüler urteilt: "Die beste Lehrerin, die mich unterrichtet hat"

Zum Beispiel diese: "Rückblickend auf meine Schullaufbahn sage ich: Frau Haasis ist eindeutig die beste Lehrerin, die mich unterrichtet hat, nicht nur fachlich, sondern auch menschlich." Oder: "Durch ihre Freude am Fach schafft sie es, auch den unmotiviertesten Schüler mitzureißen und für Mathematik zu begeistern."

Und noch eines: "Frau Haasis ist für diesen Beruf geboren. Bei ihr steht nicht das eigene Können oder die reine Stoffvermittlung im Vordergrund, sondern das Eingehen auf den Schüler."

Wenn das keine Referenzen sind! Und sie stammen nicht etwa von wohlmeinenden Kollegen oder Eltern, sondern von den härtesten Kritikern, die man sich denken kann: den Schülern. Die es schließlich wissen müssen.

Wen wundert es, dass Vanessa Haasis gewaltig schlucken musste, als sie den Brief in ihrem Fach las. "Ich war überwältigt." Ihr Rektor Hans-Jörg Fink ist es auch – und mächtig stolz: "Wenn nicht darüber, worüber denn dann?" Fink hält die Kollegin Haasis für eine der vier oder fünf besten Mathelehrerinnen im Land: "Hart an der Champions League – fachlich, methodisch, vor allem aber didaktisch. Sie nimmt sich nicht wichtig, stellt immer die Schüler in den Vordergrund – und ist dabei selbst unheimlich lernwillig. Sie hört nie auf, zu justieren und zu korrigieren."

Das deckt sich mit Haasis’ Selbsteinschätzung: "Ich probiere immer wieder etwas Neues aus und versuche, aus Fehlern zu lernen. Meinen eigenen und denen der Schüler – es gibt wunderschöne Fehler." Und so beschreibt die Jury die Preisträgerin: "Es zeichnen sie aus: großes schulische und außerschulisches Engagement, Motivation, kreativer Unterricht, Verständnis, Anerkennung der Lernleistung und Freude am Unterrichten. Ein Vorbild."

Lehrerin kennt die Walther-Groz-Schule auch aus der Schülerperspektive

Vielleicht liegt das ja daran, dass Vanessa Haasis selbst die Walther-Groz-Schule besucht hat – sie kennt sie auch aus der Schülerperspektive. Nach dem Abitur hat sie Wirtschaftspädagogik in Mannheim studiert.

2004 kam Vanessa Haasis als Referendarin an ihre alte Schule zurück; seit zehn Jahren ist sie dort Mathematiklehrerin. Außerdem betreut sie die AG Juniorfirma "Theoretisch. Praktisch. Gut", ist Lehrbeauftragte am Schulseminar Weingarten und seit einem Jahr Fachberaterin für Mathematik in der Schulaufsicht. Und mit ihren 36 Jahren "hart an der Champions League".

Ihren Preis nimmt Vanessa Haasis heute in Berlin in Empfang – die Tailfingerin ist eine von 16 Preisträgerinnen; vier davon kommen aus Baden-Württemberg.

Begleitet wird sie von einer Ex-Schülerin – Hanna Kurz vertritt bei der Preisverleihung ihre Klassenkameraden. Alle, die Vanessa Haasis ins Stammbuch geschrieben haben, dass sie sie für die Beste im Land halten.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51
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