Aichhalden Wechsel zur Güntershöhe

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Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Der Bebauungsplans "Güntershöhe III" hat, allerdings in etwas abgespeckter Version, die nächste Etappe genommen. Dem überarbeiteten Entwurf stimmte der Gemeinderat zu, jetzt geht es in eine vierwöchige Offenlage.

Aichhalden. Im Baugebiet "Alter V", das erst vor zwei Jahren erschlossen wurde, stehen nach Auskunft von Kämmerer Thomas Kienzle nur noch 16 (von ursprünglich 47) Bauplätze zur Verfügung. Schon jetzt trifft die Gemeinde Vorbereitungen, um auch in Zukunft die Wohnbauentwicklung zu sichern.

In der Sitzung am Dienstag stellte Bürgermeister Ekhard Sekinger klar, mit der Erschließung im Plangebiet Güntershöhe werde erst begonnen, wenn im Alter V alle Grundstücke verkauft sind und weiterer Wohnbaubedarf besteht.

Laut Planer Sebastian Rolfes vom Ingenieurbüro Eppler in Dornstetten hat das Ratsgremium Anfang Mai den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Güntershöhe/Sonnenweg" gefasst. Die Bürger wurden mit einer vierwöchigen Planauslage frühzeitig beteiligt, die Träger öffentlicher Belange und Behörden zur Abgabe von Stellungnahmen aufgefordert.

Während Letztere reichlich Gebrauch gemacht hätten, seien seitens der Bürger keine Anregungen eingegangen, teilte Rolfes mit. Die Höhere Raumordnungsbehörde des Regierungspräsidiums Freiburg habe geraten, auf die entlang des Sonnenwegs einseitig vorgesehene Bebauung zu verzichten. Diese Fläche sei nicht im Flächennutzungsplan (FNP) der Verwaltungsgemeinschaft Schramberg ausgewiesen, weshalb eine parallele Änderung des FNP erforderlich wäre. Weil dieses Verfahren viel Zeit in Anspruch genommen hätte, sei der Sonnenweg aus dem Geltungsbereich gestrichen worden.

Ausgleich erforderlich

Der Bebauungsplan enthalte deshalb den Namen "Güntershöhe III". Für die Eingriffe in Natur und Landschaft seien externe Ausgleichsmaßnahmen erforderlich, weil nicht alles im Plangebiet abgearbeitet werden könne. Derzeit werde nach geeigneten Flächen gesucht. Es müsse ein Übersichtsplan mit den vorgesehenen Maßnahmen erstellt und vor Satzungsbeschluss ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Landratsamt Rottweil geschlossen werden. Des Weiteren müsse die Kommune auf Anregung der Naturschutzbehörde nachvollziehbar darstellen, ob die geschützte "Dicke Trespe" im Gebiet vorkomme oder nicht, schilderte der Planer.

Die Erschließung des 2,5 Hektar großen Plangebiets soll in einem Abwasch erfolgen. Der Eichenweg und die Stichstraße Güntershöhe sollen verlängert und über einen Ring miteinander verbunden werden.

Der bereits begonnene Fußweg entlang des Grundstücks Eichenweg 31 wird bis zur neuen Erschließungsstraße verlängert. Für weitere künftige Erschließungsabschnitte sollen vom Eichenweg in Richtung Süden die Stichstraße Erlenweg sowie zwei neue Erschließungsstränge als Grünflächen vorgehalten werden.

Die grob ermittelten Erschließungskosten werden auf 825 000 Euro geschätzt. Es sollen einmal circa 30 Bauplätze entstehen. Zugelassen sind zwei Vollgeschosse bis zu einer maximalen Gebäudehöhe von neun Metern. Bei Flachdächern und Dächern bis 20 Neigung reduziert sich die Gebäudehöhe um 1,5 Meter. Den vorgestellten und geänderten Entwurf billigten die Räte einstimmig.

Das Planwerk wird nun erneut für vier Wochen öffentlich im Aichhalder Rathaus ausgelegt.

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