Von Lothar Herzog Aichhalden-Rötenberg. Einen farbenprächtigen Umzug mit knapp 30 Gruppen erlebten viele Schaulustige am Samstagnachmittag in Rötenberg.Ein fröhliches närrisches Vergnügen, das, angeführt vom Musikverein Rötenberg, über eine Stunde währte. Hinterher waren viele Besucher mit Stroh und Konfetti "verziert", die Hexen rieben gnadenlos ein, auch mit Schnee. Allen voran die Aichhalder Hexen, die äußerst erfolgreich den Straßenrand nach meist weiblichen Opfern ausspähten.

Die Baurawaldhexen aus Holzhausen und die Glasbachhexen aus Buchenberg taten es ihnen ebenso eifrig nach wie auch die Brandhexen aus Winzeln und die benachbarten Erz-Hexen aus Fluorn.

Die charmanten Gardedamen aus Böhringen brachten zwischendurch etwas Ruhe in die aufgeheizte Szene, sie winkten freundlich in die Menge. Einen Gruß aus Schiltach verkündeten friedliche Teufel und hübsche Mägde.

Dass der närrische Tross nicht aus dem Rhythmus kam, dafür sorgten auch der Musikverein Römlinsdorf und die Guggenmusik der Bergstadtfetzer aus St. Georgen.

Hoch hinaus in einer Pyramide wagten sich die Burgstallhexen aus Heiligenbronn, wofür es reichlich Beifall gab. In den schönsten Farben trieben die Schlossberghexen aus Loßburg den Winter aus, den die meisten an diesem sonnigen Tag ohnehin vergessen hatten. Aus Anlass des 125-jährigen Bestehen von Coca-Cola war die Bura-Clique aus Aichhalden auf ihrem gigantischen Mottowagen mit einer überdimensionalen Flasche unterwegs und verteilten kleine Kostproben des schwarzen, koffeinhaltigen Getränks. Der Athletenbund Aichhalden lud auf seinem Gefährt ein zur Après-Ski-Party. Abschließend passierten die Mühle- Hexen aus dem Aichhalder Loch die Umzugsstrecke, auf der die Teilnehmer inzwischen mehr als deutlich ihre Spuren hinterlassen hatten. In der Festhalle Rötenberg hatte der Narrensamen seinen großen Auftritt auf der Bühne, ehe die Straßenfasnet bei relativ angenehmen Temperaturen gefeiert wurde.