Aichhalden-Rötenberg (czh). "Darf’s ein bisschen Märchen sein?", heißt es gerade im Atelier für Keramik von Uschi und Kurt Pertl mitten in Rötenberg.

Es darf, besonders wenn man ins Weihnachtszimmer eingeladen wird – in die Ruhe zwischen Märchenstuhl und Kugeln, aus denen das Kerzenlicht als Sterne auf Wand und Decke funkeln.

Natur in Form von Blättern, Moos und Ästen dekoriert die Kerzenhalter und bietet den Weihnachtsdrachen ein weiches Lager.

Die beiden Keramiker haben gesammelt, was die Natur übers Jahr so hergibt, wenn man nur genau hinsieht. Genau hinsehen auf die kleinen Szenen mit Figuren und Leuchttürmen könnte die Fantasie anregen und Erinnerungen wecken an Kinderträume oder auch in seiner Überschaubarkeit erholsame Ruhe einfließen lassen.

Hier wird sie spürbar, die "stade, die stille Zeit", wenn Schnee das Land bedeckt und sogar die Stiefelschritte dämpft.

Die Sachen mit Licht in Teelichtern, aus Schalen oder von Kerzenhaltern machen den Zauber aus, der in Märchen in Worte und Bilder gefasst ist und im Weihnachtszimmer der Töpferei die Besucher veranlasst, nur noch flüsternd ihr Erstaunen mitzuteilen.

Dabei bietet der Stuhl mit dem weichen Polstermoos ein zwar fühlbares, aber nur imaginäres und auch nur vorübergehendes Vergnügen, denn das Moos wird im Frühjahr wieder an seinem Platz im Wald wachsen können.

Es darf also "ein bisschen Märchen sein", eigentlich nicht nur im Atelier für Keramik bis Weihnachten. Am Samstag ab 17 Uhr werden Masken und andere Keramik für Besucher in einem Rako-Brand fertig gestellt.