Noch ist unklar, wo das Gewerbegebiet entsteht.  Foto: blende11 – stock.adobe.com

In Neuweiler hat man sich schon vor rund zwei Jahren mit einem eventuellen neuen Gewerbegebiet befasst. Nach wie vor prüft man verschiedene Möglichkeiten. Inzwischen sind aber zwei Gebiete aus der näheren Betrachtung herausgeflogen.

Neuweiler - Es ist lange her, seit man sich in Neuweiler zum bisher letzten Mal öffentlich über mögliche neue Gewerbegebiete unterhalten hat. Im September 2020 hatte Bürgermeister Martin Buchwald darüber informiert, dass man im Verfahren einen Schritt zurückgehe. Soll heißen, man schaut sich alle Standorte, die man im Rahmen einer Standortalternativenprüfung auserkoren hatte, nochmals genauer an. Diese Prüfung fand bereits Anfang Oktober 2019 statt. Vier mögliche Standorte für ein neues Gewerbegebiet wurden damals geprüft: das Gebiet "Alter Hau" auf der Gemarkung Breitenberg, das Gebiet "Platten" im Anschluss an das bereits bestehende Gewerbegebiet an der Hermann-Löns-Straße in Neuweiler, das Gebiet "K 4369" auf der Gemarkung Gaugenwald, das an die Gewerbeflächen Aischbach anschließen könnte und als viertes das Gebiet "Allmend" parallel zur Kreisstraße 4376.

Der Gemeinderat einigte sich dann auf die beiden Gebiete "Alter Hau" und "Platten". Mit denen ging man dann auch in den Gemeindeverwaltungsverband Teinachtal, um den Flächennutzungsplan (FNP) dementsprechend zu ändern. Doch aus diesem Vorhaben wurde nichts, da die anderen Kommunen Bad Teinach-Zavelstein und Neubulach erhebliche Bedenken zum einen wegen der schieren Größe von 15,5 Hektar hatten, andererseits auch, weil man keine zwei Gebiete in den FNP schreiben wollte. Also einigte man sich damals darauf, nur noch das Gebiet "Platten" zu verfolgen.

Seit 2019 ist nicht sehr viel passiert

Das war im Oktober 2019. Seitdem ist, bis auf den Rückschritt im Verfahren, nicht sehr viel passiert. Dieser Zustand wird auch noch eine Weile andauern, wie Buchwald auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. "Wir sind noch im Scooping-Vefahren", meint der Rathauschef. Man erkundet also weiterhin die Möglichkeiten. Immerhin eine Neuigkeit hat Buchwald doch parat: "Definitiv ausgeschieden sind die Gebiete, die weit weg sind." Konkret heißt das, dass die Gebiete "Alter Hau" und "Allmend" aus der Verlosung raus sind. Man will vornehmlich an schon bestehende gewerbliche Infrastruktur anknüpfen, ist Buchwalds Wunsch.

Man erarbeite gerade diverse Möglichkeiten und werde die dann zu gegebener Zeit logischerweise auch dem Gemeinderat vorstellen. Doch noch ist man nicht soweit – das liegt auch daran, dass man aktuell drei Gewerbeflächen im Verfahren betreuen muss. Neben der eigenen neuen wollen sich zudem die Firmen Bischoff und Schäfer (Bebauungsplan "Erweiterung Gewerbegebiet Calwer Straße") sowie Veyhl aus Zwerenberg (Bebauungsplan "Aischbach Gaugenwald II") vergrößern. "Da laufen im Moment drei Handlungsstränge parallel", erklärt Buchwald den immensen Aufwand. Auch deshalb könne er noch nicht abschließend sagen, wie lange sich die Vorbereitungen für das neue Gewerbegebiet noch hinziehen werden. Ursprünglich, so spekulierte man im Oktober 2019, hätten die Bagger schon im Jahr 2022 anrollen können. Dieser Zeitplan ist Stand jetzt recht ambitioniert – zumal man erst einmal einen konkreten Ort braucht.

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