Die „Himmelsklänge“ sammelten mit ihrem Konzert Spenden für die Sanierung der Wallfahrtskirche auf dem Palmbühl. Foto: Meinert

Zum „Benefizkonzert Palmbühlrenovierung“ hatte das Quartett „Himmelsklänge“ am Hochfest „Taufe des Herrn“, dem letzten Sonntag des Weihnachtsfestkreises, in die Schömberger Stadtkirche eingeladen.

Die vielen Besucher erlebten ein besinnliches Konzert, in dem Wallfahrtsseelsorger Michael Holl einlud, die Weihnachtszeit „nachklingen“ zu lassen.

 

Die von Nathalie Kroner gegründeten und geleiteten „Himmelsklänge“ bestritten das Konzert nicht alleine und wurden vom Bläserquartett „Die Staatsanwälte“ unterstützt: Vier Kollegen und eine Kollegin Kroners aus den Reihen der Rottweiler Staatsanwaltschaft, die von Kirchenmusikerin Kroner an der Orgel begleitet wurden.

14-Jähriger an der Harfe

Eine weitere Klangfarbe brachte der 14-jährige Oliver Boser aus Bickelsberg mit seiner Harfe ins Programm, das von besinnlichen Stücken geprägt war. Den Auftakt bestritten die „Himmelsklänge“ mit einem „Weihnachtsjodler“ auf der Empore, der den Kirchraum mit glockenhellem Klang füllte und zugleich eine große Ruhe ausstrahlte. Mit der „Berceuse“ von Louis Vierne – einem Wiegenlied an der Orgel – griff Kroner die ruhige Stimmung auf. Durch Schwellwerk und unterschiedliche Registrierungen wechselte sie gekonnt zwischen „Fernklang“ und „Nahklang“ und machte so die Ankunft Gottes als Mensch quasi hörbar.

Viele Zuhörer sind in die Schömberger Stadtkirche gekommen. Foto: Meinert

Nachdem Michael Holl die Akteure vorgestellt hatte, setzte Staatsanwalt Christoph Kalkschmid an der Trompete das Programm mit dem bekannten „Largo“ von Georg Friedrich Händel fort, an der Orgel begleitet von Kollegin Kroner. Dass trotz tiefer Lage nicht jeder Trompetenton zu 100 Prozent „saß“, dürfte eine Folge von Lampenfieber gewesen sein. Zumal es sich bei „Die Staatsanwälte“ nicht um ein Konzert-Ensemble handelt, sondern um fünf Juristinnen und Juristen, die das Musizieren als Hobby teilen und dieses vornehmlich bei Feiern im Kollegenkreis zelebrieren.

Mit den nachfolgenden Stücken – „Krippenjodler“, „Es wird scho glei dumper“ und Beethovens „Hymne an die Nacht“ – präsentierten sich die „Himmelsklänge“ in lupenreiner Intonation und exakter Absprache. Besonders die „Hymne“ geriet im eng gesetzten Frauenchor-Satz mit Carolin Baasner, Claudia Peter, Moni Stutz und Nathalie Kroner zu einem gesungenen Gebet in reizvoller Leichtigkeit und Andacht.

Mit „Vom Himmel hoch“ und „Fröhliche Weihnacht“ präsentierten sich die Staatsanwälte im harmonischen Posaunenchor-Klang, der durch die Orgelbegleitung tragend verstärkt wurde. Nach einem weiteren Trompetensolo Kalkschmids beendeten die „Himmelsklänge“ die erste Konzerthälfte mit dem „Andachtsjodler“ und leiteten damit zur Ansprache Holls über, bevor sie für die zweite Konzerthälfte in den Altarraum wechselten.

Abschließend singen alle zusammen

Zwischen den „Ave Maria“-Passagen in „Die kleine Bergkirche“ und John Rutters „Weihnachtswiegenlied“ erklang mit „Heidschi bumbeidschi“ ein zärtliches Wiegenlied, das die Idylle der Krippenszene nachspürbar machte. „Herbei o ihr Gläubigen“ und „Tochter Zion“ wurden zu zwei besinnlichen Zither-Soli, die an die alte Tradition der weihnachtlichen „Stubenmusi“ erinnerte. Dass die Zither nicht perfekt gestimmt war, verlieh dem Vortrag einen idyllisch volkstümlichen Charakter.

Als gut warm- und eingespielt zeigten sich die Juristen bei „Leise rieselt der Schnee“ , „We wish you a merry Christmas“ und „Jingle Bells“.Mit dem Titel „Wenn ich ein Glöcklein wär“ präsentierten sich erneut die „Himmelsklänge“, bei denen Nathalie Kroner nicht nur die Klavierbegleitung, sondern auch den Sopran-Solopart übernahm. Abschließend sangen alle Musiker gemeinsam mit dem Publikum „O du Fröhliche“. Mit „White Christmas“ folgte eine Zugabe, bei der sich die acht Ausführenden zum gemischten Chor formierten.

Ein Glühwein-Umtrunk ließ das 80-minütige Programm in und bei der Garage des Pfarrhauses ausklingen.