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Zollernalbkreis Lochenfelsen: Westseite künftig gesperrt

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Eine rote Kordel soll Wanderer fern halten, und eine Info-Tafel erklärt, warum. Foto: Privat

Zollernalbkreis - Ein Teil des Lochenfelsens ist mit einer roten Kordel abgesperrt. Eine Info-Tafel zum "Lebensraum Felskopf" erklärt, warum: Es gilt, die seltene Augenwurz (Athamanta cretensis), zu schützen. In ganz Baden-Württemberg wurden von dem kleinen weißen Doldenblütler nur am Lochenstein noch einige Exemplare entdeckt.

Seit rund 10.000 Jahren konnten sich diese und weitere genügsame Arten auf dem Fels halten. Nun werden ihnen arglose Wanderer zum Verhängnis. Denn Trockenheit und Nährstoffarmut halten die Pflanzen gut aus, aber durch den Tritt vieler Bergschuhe ist ihr Schicksal besiegelt: Viele Pflanzen sind schon beschädigt oder ganz verschwunden. Nur in den wenig betretenen Randbereichen findet man noch einige Exemplare der stark gefährdeten Pflanze.

Um diese Restvorkommen zu schonen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich wieder auszubreiten, sollen sich die Besucher im Naturschutzgebiet Lochenstein künftig nur auf der Ostseite des Felsens aufhalten, heißt es in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums Tübingen (RP). In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Obere Donau der Staatlichen Forstverwaltung wurde ein Projekt gestartet, um der Augenwurz am Lochenstein eine Chance zu geben.

Der Westteil mit Restbeständen der Augenwurz soll der Regeneration der Pflanzen dienen und künftig nicht mehr betreten werden. Der Aussichtspunkt am Kreuz bleibt weiterhin zugänglich. Besucher können die Aussicht in das Albvorland nach wie vor genießen und trotzdem zum Erhalt der Augenwurz beitragen, indem sie den Felsbereich nicht betreten.

Die Artenschutzexperten des Regierungspräsidiums hoffen, dass sich die geschädigten Pflanzen wieder erholen und sich möglicherweise sogar neue Pflanzen ansiedeln. Auch andernorts seien in sehr stark frequentierten Bereichen bereits Besucherlenkungsmaßnahmen zum Schutz besonders bedrohter Arten ergriffen worden. Zum Beispiel seien im Oberen Donautal an Felsstandorten Hinweistafeln und Leiteinrichtungen angebracht worden und hätten sich dort bewährt.

 Die Augenwurz, eine rund 15 bis 30 Zentimeter hohe Pflanze, ist eine Verwandte der Wilden Möhre. Sie wächst in kleinen Beständen auf Felsköpfen und in Felsspalten von Schwammfelsen des Albtraufs – deutschlandweit der einzige Standort außerhalb der Alpen. Der nächste Fundort der Augenwurz liegt rund 100 Kilometer entfernt im Schweizer Jura. Das Land Baden-Württemberg hat eine besondere Schutzverantwortung für die Art und ist verpflichtet, die Erhaltung der Population zu sichern.

 
 

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Steffen Maier

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