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Zollernalbkreis Coronavirus: Mehr als 8000 Abstriche durch DRK

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Fragen über Fragen beantworten Tanja Schick, Günther-Martin Pauli und Heiko Lebherz (von links) beim Corona-Dialog. Foto: Landratsamt

Zollernalbkreis - Wiederum nicht allein, sondern mit interessanten Gästen hat Günther-Martin Pauli den mittlerweile sechsten Bürger-Dialog rund um das Coronavirus und die Lage im Zollernalbkreis bestritten.

Zusammen mit dem DRK-Kreisvorsitzenden Heiko Lebherz sowie Tanja Schick, Leiterin der Kindertagesstätte Regenbogen Binsdorf-Erlaheim, beantwortete der Landrat viele Fragen.

Lebherz gab einen Einblick in die Arbeit des DRK. Bei mehr als 8000 Menschen im Zollernalbkreis hätten die DRK-Mitarbeiter mittlerweile Abstriche für den Corona-Test genommen. Rund 6600 davon erfolgten im Testzentrum auf dem Balinger Messegelände, weitere rund 1500 hätte die mobile Einheit erledigt, die dafür etwa zu Alters- und Pflegeheimen fährt.

Zu der Frage, ob noch mehr getestet werden könne, sagte Lebherz, dass man die Tests nur dann durchführe, wenn sie sinnvoll seien. Und sinnvoll seien sie nur bei Menschen, die Corona-Symptome zeigen. Wer diese nicht aufweise, bei dem sei aller Voraussicht nach die Virenlast nicht hoch genug. Grundsätzlich könne man die Test-Kapazitäten noch erhöhen.

Lebherz bittet Bürger darum, Blut zu spenden

Die Corona-Lage fordere die 190 hauptamtlichen sowie die rund 2000 ehrenamtlichen Helfer des DRK im Zollernalbkreis über alle Maßen, so Lebherz. Auch finanziell: So hat das DRK, wie berichtet, etwa eigene Beatmungsgeräte angeschafft. Dazu kommen Alltagsutensilien, für die nun aber deutlich höhere Preis bezahlt werden müssen: Für sogenannte FFP2-Schutzmasken habe man bis vor der Krise 70 bis 90 Cent pro Stück bezahlt, mittlerweile müsse man rund neun Euro pro Exemplar bezahlen – wenn man sie überhaupt noch bekomme. Mitunter seien die Masken so knapp gewesen, dass man nicht gewusst habe, ob in drei Tagen noch welche da sein würden.

Lebherz kündigte an, dass die Einrichtung des Blutspendezentrums unlängst in Ebingen ein Erfolg gewesen sei, das solle wiederholt werden. Er bat die Bevölkerung darum, Blut zu spenden – dieses werde auch in Corona-Zeiten weiter dringend benötigt.

Ebenfalls appellierte Lebherz, dass Menschen mit anderen Krankheitssymptomen als Corona keine Angst haben müssten, den Rettungswagen zu rufen oder im Krankenhaus und bei den Hausärzten vorstellig zu werden. Niemand müsse Sorge haben, sich mit dem neuartigen Virus zu infizieren – überall werde professionell gearbeitet, Desinfektion sei nicht erst seit Corona Standard.

Derweil kündigte Landrat Pauli an, dass im Zollernalb-Klinikum voraussichtlich von dieser Woche an wieder "normale" Operationen ausgeführt werden sollen; nicht notwendige Eingriffe waren wegen Corona verschoben worden. Er sagte zudem, dass der Landkreis derzeit untersuche, warum es auf der Zollernalb im Vergleich zu anderen Landkreisen so viele Todesfälle und Infizierte gebe. Pauli rief dazu auf, die Maskenpflicht und die Abstandsregeln zu beherzigen, um der weiteren Ausbreitung des Virus vorzubeugen. Dabei stehe jeder in der Verantwortung.

Tanja Schick rief Eltern von jüngeren Kindern dazu auf, soweit möglich, den Alltag gelassen zu meistern. Die derzeitige Lage sei sicher eine große Herausforderung für Eltern. Sie wisse um den Stress und die Unsicherheit. Wichtig sei in diesen Zeiten, Kindern eine klare Struktur und vor allem auch Abwechslung zu bieten. Bewegung an der frischen Luft sei wichtig. Als Beispiele nannte sie ein Picknick im Garten, einen Ausflug in den Wald und ein Fußballspiel auf der Wiese.

Schick: Erstklässler wie geplant einschulen

Zur Frage, ob angehende Erstklässler wie geplant eingeschult werden sollten, hatte Schick eine klare Meinung: Ja, sollen sie, denn sie seien reif dafür. Bereits in der Vorwoche hatte Schulamtsleiter Gernot Schultheiß gesagt, dass am geplanten Einschulungsprozedere für die Grundschulen festgehalten werde.

  Der nächste Bürgerdialog rund um das Coronavirus findet statt am Freitag, 8. Mai. Zu Gast ist die CDU-Landtagsabgeordnete und baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Beginn ist um 17 Uhr; die Teilnahme ist über das Facebook-Profil von Günther-Martin Pauli möglich.

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