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Wolfach Mundschutz selbst nähen - die Lösung?

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Feuerwehrmann Michael Springmann (Mitte) war einer der ersten, der zur Schere griff. Die Spender sollen ihre Stoffspenden auf das Maß 17 auf 34 Zentimeter zuschneiden – am besten schon zuhause. Foto: Dorn

Wolfach - Mundschutz ist in Krisenzeiten Mangelware. In Wolfach engagieren sich jetzt Menschen, die helfen wollen, damit Einsatz- und Pflegepersonal nicht komplett mit leeren Händen da stehen.

Am Freitag veröffentlichte die Stadt Wolfach auf ihrem Facebook-Auftritt einen Aufruf: "Atemschutz selbst nähen!". In dem Beitrag heißt es, auf die Einsatzkräfte kämen große Herausforderungen zu. Schutzausrüstung sei jedoch auf dem freien Markt gerade nicht zu bekommen.

Nachdem bereits die Firma Trigema gemeldet hatte, dass sie Schutzmasken herstellen will, wird man nun auch in Wolfach aktiv. Wer Baumwollstoffe, die bei 60 Grad Celsius waschbar sind, für die Herstellung der Masken spenden möchte, soll diese hinter dem Gebäude von Mosers Fensterlädele in der Hausacher Straße 3 ablegen.

Was steckt hinter dieser Idee? Thomas Moser ist für das Thema sensibilisiert. Auf der einen Seite sei ein Familienmitglied Teil der Corona-Risikogruppe und müsse eine Ansteckung verhindern, berichtet Moser im Gespräch mit unserer Zeitung. Auf der anderen Seite ist er selbst als Mitglied der Feuerwehr aber auch ganz nah dran und weiß um die Herausforderungen, die kommen werden. Problematisch: "Es gibt schon jetzt keine Masken mehr", führt er aus. Die Wolfacher müssten aber gerüstet sein.

Die Idee hat Moser aus dem Internet. Die Stadt Essen habe eine Nähanleitung veröffentlicht und der Wolfacher fand die Idee gut. Tatsächlich berichtet unter anderem der MDR, dass die Stadt Essen eine mehrseitige Nähanleitung ins Netz gestellt habe. Die Masken sollen dem Schutz vor einer Tröpfcheninfektion dienen. Auf diesem Weg verbreiten sich Viren, so auch das neuartige Coronavirus.

Masken müssen heiß gewaschen werden

"Experten raten aber dazu, dennoch zusätzlich auf das gründliche Händewaschen und Hygienemaßnahmen zu achten. Fasst man mit schmutzigen Händen die Maske oder das Gesicht an, ist der Schutz nicht mehr unbedingt gegeben", schränkt der MDR allerdings ein.

Die Masken sind wiederverwendbar, müssen aber bei hohen Temperaturen gewaschen werden. Daher bittet Moser darum, Baumwollstoffe abzugeben, die bei mindestens 60 Grad Celsius waschbar sind. Das kann beispielsweise Bettwäsche sein.

Die Resonanz sei bisher positiv, sagt Moser. Zahlreiche Wolfacher hätten bereits Stoffe gespendet, andere holen sie ab und nähen. "Wir schauen, was wir zusammenbekommen", sagt Moser.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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