Der Gemeinderat besichtigt die gerade entstehenden Seniorenwohnungen. Foto: Fuchs

Barrierefrei, nahe des betreuten Wohnens und – unfertig. Die Bauarbeiten dauern noch bis Dezember. Dennoch sind die 36 altersgerechten Wohnungen, die in der Straße Am Wassergraben 8 in Loßburg entstehen, schon allesamt verkauft.

Loßburg - Das ehemalige Kindergarten-Gelände hat einen neuen Bestimmungszweck gefunden. "Wir wollten Wohnraum schaffen, der den älteren Bürgern zugutekommt", erklärte Bürgermeister Christoph Enderle den Grund für den Verkauf des Areals vor etwa eineinhalb Jahren. "Ratio Wohnungsbau" aus Freudenstadt kümmert sich um die Umsetzung des Bauprojekts.

Viel Platz, flache Türschwellen und ein Aufzug

36 Wohnungen seien über die drei Vollgeschosse plus ein Dachgeschoss verteilt, erklärte Hans-Dieter Funk vom Bauunternehmen. Es gibt vier Dreizimmer-Wohnungen, die restlichen haben zwei Zimmer mit jeweils etwa 62 Quadratmetern. Der Spatenstich sei im Mai vergangenen Jahres gewesen, die Fertigstellung ist für Ende Dezember geplant. Im oberen Stockwerk fehlen noch der Estrich und die Dämmung. Damit liege man aber in den letzten Zügen. Das Wetter habe die Bauarbeiter gequält, so Funk. Wenn die Rohstoffe aber nicht wieder unterwegs weggespült werden, sei er optimistisch, dass der Zeitrahmen einzuhalten sei.

Zwar sind die Wohnungen noch Rohbauten, aber alle sind bereits verkauft. Die meisten davon an Loßburger. "Sie waren anfangs skeptisch, ob die Nachfrage im kleinen Loßburg groß genug ist", so Bürgermeister Enderle zu Investor Funk, der das nicht von der Hand weisen kann. Da sei er positiv überrascht worden.

"Das Gute an dem Konzept ist, dass das Seniorenwohnen nun in unmittelbarer Nähe zum betreuten Wohnen und zum Pflegeheim liegt", sagte der Bürgermeister und deutete durch das Gangfenster im zweiten Stock auf die beiden Nebengebäude. In die Seniorenwohnungen könne man auch noch im jungen, fitten Alter einziehen und den überschüssigen Platz, zum Beispiel um das Bett herum, mit Möbeln füllen. Vielleicht brauche man ihn später ja einmal für den Rollator. Dienste der naheliegenden Bruderhaus-Diakonie können dann, eines Tages, ebenfalls in Anspruch genommen werden.

"Das Grundstück hat 2150 Quadratmeter", so Bauamtsleiter Jochen Geßler. Das sei auch gut, weil bei seniorengerechtem Wohnen mehr Freiräume, zum Beispiel im Badezimmer oder Türrahmen für Rollstühle und Rollatoren geschaffen werden müssen. Außerdem seien die Türschwellen allesamt flach und es gebe einen Aufzug.

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