Das Obergeschoss des Gebäudes steht im Vollbrand. Foto: Dold

Zu einem Gebäudebrand in der Goethestraße im Schramberger Ortsteil Tennenbronn sind in der Nacht zum Mittwoch die Feuerwehren aus Tennenbronn und Schramberg ausgerückt.

Zunächst war ein Wohnungsbrand gemeldet worden – dieses Einsatzstichwort wurde dann schnell auf einen Gebäudebrand erweitert. Das komplette Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in direkter Nachbarschaft zum Tennenbronner Sportplatz stand in Flammen.

 

Rund 50 Wehrleute waren mit mehreren Fahrzeugen aus Tennenbronn und Schramberg im Einsatz, darunter auch die Drehleiter. Zudem, so meldet die Polizei, seien Rettungsdienst und die Polizei selbst vor Ort.

Gemeldet worden war der Brand am Mittwoch gegen 0.20 Uhr.

Vier Leichtverletzte

Die Polizei berichtete von vier leichtverletzten Bewohnern, heißt es auf Anfrage. Sie wurden in das Klinikum Villingen-Schwenningen transportiert, nachdem sie zunächst von einem Nachbarn aus dem Gebäude gebracht worden waren.

Flammen finden kräftig Nahrung

Da das betroffene Dachgeschoss überwiegend aus Holz bestand fanden die Flammen dort kräftig Nahrung. Das heftige Feuer sorgte auch dafür, dass Dachziegel umhergeschleudert wurden, nachdem der First teilweise zusammenbrach.

Das brennende Gebäude von der Sportplatzseite her gesehen. Foto: Dold

Die Feuerwehr unter Einsatzleitung von Schrambergs Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle bekämpfte den heftigen Brand über längere Zeit von allen Seiten – auch von oben mittels der Drehleiter. Zudem hatten die Wehrangehörigen eine Riegelstellung zum Nachbargebäude aufgebaut.

Das Feuer findet reichlich Nahrung. Foto: Dold

Auch die Nachbarn kümmerten sich zudem selbst um ihre Häuser – sie waren mit Wasserschläuchen gegen Hitze und Funkenflug tätig.

Nach ersten Schätzungen in der Nacht beläuft sich der Schaden durch den Brand auf rund 400 000 Euro.

Kripo klärt Brandursache

Hinsichtlich der Brandursache soll der Kriminaldauerdienst die Ermittlungen aufnehmen. Möglich hinsichtlich des Ausbruchs sei auch eine fahrlässige Ursache, hieß es vor Ort.

Die Nachbarn hatten das Feuer zunächst für Lichter vom angrenzenden Sportplatz gehalten, beim genaueren Hinsehen draußen bemerkten sie dann schnell den Brand und alarmierten die Rettungskräfte.

Auch gegen 2 Uhr am Morgen war das Feuer noch nicht ganz gelöscht. Foto: Dold

Wie Feuerwehrsprecher Danny Barowka mitteilte waren auch der Organisationsleiter Rettungsdienst Holger Pfeifle, sechs Helfer vor Ort der Bereitschaft Tennenbronn unter Leitung von Manuel Götz sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Markus Fehrenbacher (Schiltach) an der Brandstelle. Da zunächst davon ausgegangen worden war, dass sich beim Haus eine Gasleitung befinden könnte, waren die Einsatzkräfte vorsichtig vorgegangen – recht schnell stellte sich dann aber heraus, dass diese Gefahr nicht bestand.

Gegen 2 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, anschließend wurde das Haus weiter mit Wasser heruntergekühlt.