Eine der großen Zweigstellen: die Volksbank in Schramberg. Foto: Wegner

Erneut gibt es Bewegung in der Bankenlandschaft: Die Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar eG und die Volksbank Meßkirch eG Raiffeisenbank führen Sondierungsgespräche für eine Fusion.

Über das Vorhaben informiert die Volksbank Schwarzwald Donau Neckar am Donnerstag.

 

Demnach wollen die Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar eG und die Volksbank Meßkirch eG Raiffeisenbank „ihre Kräfte bündeln und ihr Leistungsangebot weiter verbessern und langfristig sicherstellen“, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Damit setzt sich die Reihe von Fusionen auf dem Bankensektor in den vergangenen Jahren fort. 2017 hatten unter großem öffentlichen Interesse und begleitet von einigen Debatten die Volksbanken Schwarzwald-Neckar und Donau-Neckar zur Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar mit Sitz in Tuttlingen fusioniert.

Deren Geschäftsgebiet erstreckt sich von Lauterbach bis Neuhausen ob Eck ganz im Osten des Landkreises Tuttlingen. Im Kreis Rottweil hat die Bank zehn Filialen und Servicestellen.

Vertrauensvolle Gespräche

In den vergangenen Wochen hätten nun mit der Volksbank Meßkirch „erste, sehr vertrauensvolle Gespräche über eine gemeinsame Zukunft stattgefunden“. Die Aufsichtsräte beider Banken hätten die Vorstände nun beauftragt die Chancen einer Fusion konkret zu prüfen und eine Abstimmung zur Fusion mit Wirkung zum 1. Januar 2024 in den Vertreterversammlungen im Juni dieses Jahres vorzubereiten.

Beide Banken ergänzen sich laut Mitteilung hervorragend in der geschäftlichen Ausrichtung, seien wirtschaftlich erfolgreich, verfügen über geordnete Vermögensverhältnisse und eine ausgewogene Risikopolitik. „Gepaart mit dem hohen Vertrauen der beiden Häuser zueinander sind dies beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunftsgestaltung“, heißt es.

Dreier-Gremium an der Spitze

Der Vorstand der neuen Bank wird nach Eintritt von Markus Herz (Meßkirch) in den Ruhestand zum Dezember 2024 von einem Dreier-Gremium mit Jürgen Findeklee als Vorstandsvorsitzenden, Rainer Fader und David Winterhalder aus Meßkirch geführt.

Zusammen können die beiden Häuser mit den direkt aneinandergrenzenden Geschäftsgebieten ihre Stärken in der Service- und Beratungsqualität noch besser ausbauen. Für die gewerbliche Wirtschaft könne das gemeinsame Haus deutlich größere Investitionen begleiten und auch im internationalen Geschäft das Leistungsangebot weiter verbessern, heißt es. Das bisher schon sehr ausgeprägte Kundenwertpapiergeschäft werde durch weitere Private Banking Dienstleistungen ergänzt.

Mehr als 380 Mitarbeiter

Die neue Bank wird laut Mitteilung eine Bilanzsumme von rund 2,7 Milliarden Euro und ein Kundengeschäftsvolumen von 5,5 Milliarden Euro haben sowie mehr als 380 Mitarbeiter.

Mit dem Zusammengehen sichere man nun – trotz enorm steigenden regulatorischen Anforderungen und steigendem Fachkräftemängel – die Kontinuität in Service und Beratung vor Ort für alle Kunden.