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Wintersport "Man muss es als Lernprozess sehen"

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Sie genießen das Flair im schweizerischen Lausanne in vollen Zügen (von links): DSV-Cheftrainer für die Nachwuchsathleten, Christoph Klumpp, Skispringer Finn Braun und Techniker Jonas Würth. Foto: Privat

Das erste Wochenende der Olympischen Jugend-Winterspiele Lausanne 2020 ist passé und die ersten Medaillengewinnerinnen und -gewinner stehen fest. Auch für den gerade 18 Jahre alt gewordenen Skispringer Finn Braun vom SV Baiersbronn ging es endlich los.

Das Ergebnis nahm sich für ihn allerdings durchwachsen aus. Verantwortlich dafür zeichnete vor allem der erste von zwei Sprüngen gestern Mittag. Als Braun an der Reihe war, hatte er mit den denkbar schlechtesten Wetterbedingungen zu kämpfen, jede Menge Rückenwind und andere Widrigkeiten machten ihm für einen sauberen Sprung einen Strich durch die Rechnung. "Er hatte einfach Pech mit den Verhältnissen, zudem war es ein Wettkampf auf ganz hohem Niveau", sagte Trainer Christoph Klumpp. Finn Braun landete nach "nur" 70 Metern. Zum Vergleich: Die meisten der Konkurrenten brachten es im Schnitt auf mehr als 80 Meter. Den weitesten Sprung lieferte der Österreicher Marco Wörgötter mit 91,5 Metern. Zu allem Übel erhielt Braun dann auch noch vergleichsweise schlechte Wertungsnoten, als 21. von insgesamt 37 Springern ging es danach in den zweiten Durchgang.

Dass die Windlotterie ein gehöriges Wörtchen mitzureden hatte und ebenjener erste Sprung als Ausrutscher abzutun ist, zeigte Finn Braun in den Trainingssprüngen zuvor. Bereits am vergangenen Donnerstag in die Schweiz angereist, war der junge Athlet voller Vorfreude auf diese Spiele, wurde dabei einmal Vierter und sprang danach immerhin noch in die Top Ten. Es schien alles wie gemacht für den Schwarzwälder und zumindest im zweiten Durchgang schöpfte Braun sein Potenzial aus, setzte eine Duftmarke und zeigte der Konkurrenz, dass er durchaus fähig ist, vorne mitzuspringen. Seinen zweiten Durchgang brachte er dann auch auf satte 80 Meter, am Ende stand Gesamtplatz 17.

"Insgesamt gesehen hat Finn diesmal nicht sein komplettes Können abrufen können", erklärt Klumpp. Technische Fehler gesellten sich zu so einem Großereignis vor etwa 3000 Zuschauern an der Schanze, "da muss man auch lernen, mit dem psychologischen Druck umzugehen", sagt Klumpp. Die einen könnten das besser, die anderen weniger, "ich sehe das für die jungen Athleten auch als Lernprozess", ergänzt Klumpp. Finn Braun solle jetzt vor allem nicht ins Grübeln geraten, sondern seine Sprünge nüchtern analysieren und daraus lernen.

Ein kleiner Wermutstropfen wird für ihn dabei sein, dass er am heutigen Montag nicht für den Mixed-Wettbewerb nominiert wurde, sein Mannschaftskollege Luca Geyer legte eine bessere Leistung an den Tag und wurde 13. Möglicherweise kann er aber am Mittwoch noch mit dem sogenannten Nordic Mixed Team an den Start gehen, "da müssen wir noch die nächsten Tage abwarten. Alle Türen stehen aber offen", sagt Klumpp. Und Finn Braun kann derweil auch das Flair im Olympischen Dorf aufsaugen. Laut Klumpp sei es eine Veranstaltung in Perfektion und für die jungen Sportler ganz besonders beeindruckend, "ein echtes Highlight".

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